Sonntag, 5. Juli 2020

FB Logo für GK 1

  • A Slide IAA 005
  • A Slide IAA 002
  • A Slide IAA 003
  • A Slide IAA 001
  • A Slide IAA 006
  • A Slide IAA 004
  • GALERIA AUTO: Der neue VW ID3. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Der neue Land Rover Defender. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Der neue Ford Puma. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Der neue Elektro-Mini. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Der neue Mercedes GLB. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Der neue Elektro-Honda-e. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Kia Stinger

Diesmal im Test als 200-PS-Allrad-Diesel GT Line

Von Günther Koch/Life-Magazin

Kia Stinger, hier als 200-PS-Diesel GT Line mit Allrad und Automatik. Fotos: Koch

Das Segment der Sportlimousinen ist ziemlich prestigeträchtig. Kein Wunder deshalb, dass auch Kia da mit dem Stinger, englisch für Stachel, im Umfeld etwa von Opels Insignia Grandsport oder dem Arteon von VW vertreten ist. Wir haben ihn jetzt als stärksten Diesel mit Automatik und Allrad in GT-Line-Ausführung zur Probe gefahren.

Außen & Innen

Der Stinger ist bei uns seit 2017 auf dem Markt. Er sieht schon äußerlich coupéhaft-dynamischer aus, kommt auf 4,83 Metern Länge solide verarbeitet daher, mutet für seine Klasse recht wertig an. Platz ist bei 2,90 Metern Radstand selbst im Fond noch ordentlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst 406 bis 1114 Liter. Die Bedienung im insgesamt übersichtlichen Cockpit ist nach kurzer Eingewöhnung rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo, das vorn vor der Motorhaube sitzt.

Motor & Umwelt

Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen ziemlich kultivierten 2,2-Liter mit 200 PS und durchzugsstarken 440 Newtonmetern schon früh ab 1750 Touren. Der Selbstzünder, der schon die strengere Abgasnorm Euro-6d-Temp erfüllt und mit einem System zur Verringerung der Stickoxidausstöße bestückt ist, beschleunigt diesen Kia in 8,2 Sekunden auf Tempo 100, macht ihn in der Spitze 230 Stundenkilometer schnell. Eine gut abgestufte, über Wippen am Lenkrad auch handschaltbare Achtgang-Automatik überträgt die Kraft auf die Räder. Die in Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Technik zumindest im Datenblatt so angegebenen 6,4 Liter Mixverbrauch haben wir leider nicht erreicht. Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach eher moderaten Stadt-, Landstraßen- und zügigeren Autobahnfahrten 6,9 Liter angezeigt.

Unter der Haube ist ein 2,2-Liter-Vierzylinder am Werk. Im Cockpit geht es recht übersichtlich zu.

Dynamik & Sicherheit

Der Turbodiesel schiebt die leer doch bis zu 1975 Kilo schwere Limousine beim Tritt aufs Gaspedal ziemlich heftig voran. Das Fahrwerk hat einen sportlichen Eindruck hinterlassen, ohne es in der Grundauslegung, wichtig für längere Strecken, mit der Härte zu übertreiben. Der Permanentallrad trägt mit besserer Traktion zugleich zu mehr Stabilität beim Fahren bei. Verschiedene Fahrprogramme von Smart über Eco, Komfort und Sport bis Sport+ sind wählbar. Die elektronisch unterstützte Lenkung könnte noch direktere Rückmeldung geben. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Fahrer-Knieairbag, Frontkollisions-, Müdigkeitswarner und Spurhalteassistenz tragen zusätzlich bereits zum Standard-Insassenschutz bei.    

Modellschriftzug am Heck. Das Gepäckabteil fasst immerhin noch 406 bis 1114 Liter.

Serie & Extras

Bei diesem Diesel, lediglich als GT-Line zu haben, gehören unter anderem  schon LED-Scheinwerfer, Air Breather und Air Curtains für windschnittigere Aerodynamik, dazu Aluminium-Sportpedale, Ambientebeleuchtung, beheizbares Lederlenkrad, Lederpolster, Sitzheizung vorn, Soundsystem, Digitalradioempfang, Navigation, Vernetzung, Smartphone-Einbindung, Achtzoll-Monitor, Adaptivtempomat mit Stopp-&-Go-Funktion, Headup-Display, Zweizonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie Metalliclack für 690 Euro, Technologiepaket mit weiteren Elektronikhilfen für 1700 Euro und das Exklusivpaket für 2600 Euro mit sensorgesteuerter elektrischer Heckklappe haben den Grundpreis des Testwagens nochmals um rund 5000 Euro erhöht.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. Und so sieht die Sportlimousine von der Seite aus.

Preis & Leistung

Ein Schnäppchen ist der Stinger, in diesem Fall ab 47 590 Euro, nicht. Als moderne Sportlimousine, die ordentlich Platz bietet und gleich mit einer ganzen Armada elektronischer Helfer versehen ist, punktet sie mit Power im Gran-Turismo-Stil, ist so etwas wie ein weiteres Aushängeschild der Marke. Und die sieben Jahre Garantie dürften, wie bei Kia üblich, ein nicht zu unterschätzendes Verkaufsargument sein.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,2 Liter. Leistung: 147/200 kW/PS. Maximales Drehmoment: 440/1750-2750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 8,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 230 Stundenkilometer. Umwelt: Testverbrauch 6,9 Liter pro 100 Kilometer, 169 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer bei angegebenen 6,4 Litern Mixverbrauch. Preis: 47 590 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

26. November 2018