Montag, 29. November 2021

FB Logo für GK 1

  • A Opel Rocks e
  • A Kia Sportage
  • A Hyundai Staria
  • R Renault Trafic Space Nomad
  • DB2021AU00192 large
  • Slide Kia EV6A
  • DEMNÄCHST bei uns auf dem Markt: Opels neuer Elektro-Zweisitzer Rocks-e. Foto: Opel
  • DEMNÄCHST bei uns auf dem Markt: Kias neuer Sportage. Foto: Kia
  • DEMNÄCHST bei uns auf dem Markt: Hyundais neuer siebensitziger Luxusvan Staria. Foto: Hyundai
  • DEMNÄCHST bei uns auf dem Markt: Renaults neues Campingmobil Trafic Space Nomad. Foto: Renault
  • DEMNÄCHST bei uns auf dem Markt: Das neue sportliche VW-SUV-Coupé Taigo. Foto: VW
  • DEMNÄCHST bei uns auf dem Markt: Kias neuer vollelektrischer Kia-Crossover EV6. Foto: Kia

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Hyundai Bayon

Diesmal im Test als 120-PS-Mildhybrid-Benziner Prime

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Bayon von Hyundai steht bei uns seit Sommer 2021 bei den Händlern. Fotos: Koch

Mit dem Bayon ist Hyundai im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Opel Crossland oder VW T-Cross unterwegs. Wir haben das SUV-Einstiegsmodell der Koreaner jetzt als stärkeren Mildhybrid-Turbobenziner Prime mit Schaltgetriebe gefahren.

Außen & Innen

Formschöner fünftüriger Fünfsitzer. Nimmt robusteren Lifestyle-Charakter des nicht mehr im Programm befindlichen i20 Active in eigener Baureihe auf. Teilt sich Technik mit preisgünstigerem i10. Nach Bayonne im südwestfranzösischen Département Pyrénées-Atlantiques benannt. Seit 2021 auf dem Markt. Solide verarbeitet. Für Kleinwagensegment recht wertig anmutend. Noch unterhalb vom Kona positioniert. 4,18 Meter lang. 1,77/2,04 Meter breit. 1,49/1,50 Meter hoch. Radstand 2,58 Meter. Kofferraum 411/334 bis 1205/1128 Liter. Steile Front mit schmalen Tagfahrlichtern und hohen Schultern. Man sitzt höher. Ordentlich Platz. Alles liegt ganz gut im Blick. Modernes Cockpit-Layout. Leicht bedienbar.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn über dem Kühlergrill.

Motor & Umwelt

Dreizylinder Turbobenziner. Abgasnorm Euro-6d. 1,0 Liter Hubraum. Maximal 172 Newtonmeter Drehmoment ab 1500 bis 4000 Umdrehungen pro Minute. 48-Volt-Mildhybrid-Technik. Startergenerator über Riemen mit Kurbelwelle verbunden. Strom wird in Lithium-Ionen-Polymer-Akku unter Gepäckraumboden gespeichert. Der sogenannte Inverter ist für Wechsel zwischen Antriebs- und Lademodus da. In 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 185 Stundenkilometer Spitze. Sechsgang-Schaltgetriebe. Frontantrieb. Laut Hyundai kombiniert 5,5 Liter Verbrauch nach WLTP. Testverbrauch nach zweiwöchigem Standardtest mit normalen Orts-, Landstraßen- und zügigeren Autobahnfahrprofilen bei dennoch eher moderater und möglichst konstanter Fahrweise ohne größere Lastwechsel am Ende laut Bordcomputer 6,7 Liter.

Drei Benziner mit 84, 100 und 120 PS stehen zur Wahl. Blick ins Cockpit.

Fahren & Sicherheit

Der kleine Crossover wirkt dank Turbo spritzig, tritt flott an. Hybridsystem mit 48-Volt-Unterstützung dient der Effizienz und dem Spritsparen, indem es zwischenzeitlich etwa auch das „Segeln“ mit abgekoppeltem Motor erlaubt. Fahrwerk mehr in Richtung Komfort abgestimmt, ohne unsportlich zu wirken. Fahrleistungen können sich für das genauso agile wie wendige Auto dieser Größe durchaus sehen lassen. Servolenkung könnte direktere Rückmeldung geben. Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, sorgn für standfeste Verzögerung. Unter anderem autonome Notbremsassistenz, Multikollisionsbremse, Frontkollisionswarner, Fußgänger-, Radfahrer-, Verkehrszeichenerkennung, Aufmerksamkeitsassistenz und aktive Spurhaltehilfe tragen bereits in allen Bayon zum höheren Standard-Insassenschutz-Niveau bei.     

Das Gepäckabteil der Mildhybrid fasst 334 bis 1128 Liter. Der Modellschriftzug hinten.

Serie & Extras

Vier Ausstattungen gibt es. Prime ist die höchste davon. Bei ihr gehören etwa Voll-LED-Scheinwerfer, Dachspoiler, Klimaautomatik, Digitalcockpit, 10,25-Farbdisplay, Digitalradio, Smartphone-Einbindung, Multifunktionslederlenkrad, Drive Modes, Spurfolgeassistenz, Einparkhilfe, Rückfahrkamera, Regen-, Lichtsensor, Komfort-, Lichtpaket, Smart-Key-System und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 205er-Reifen zum Grundumfang. Sonderausstattungen wie Phantom-Black-Dachlackierung (500 Euro), Metalliclack (570 Euro) und Navigationspaket (1480 Euro) kosten auch hier noch extra.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. So sieht der Bayon von der Seite aus. 

Preis & Leistung

Anschaffungskosten, in diesem Fall ab 25 090 Euro, sind für ein Klein-SUV-Modell nicht gerade gering, gehen aber bei dem, was vom Design über Alltagstauglichkeit, (Mildhybrid-)Antrieb und Fahrleistungen bis hin zum Fahrverhalten geboten wird, in Ordnung. Mal sehen, wie sich der Bayon, mit dem die Koreaner vor allem eine „weibliche Zielgruppe mittleren Alters“ ansprechen wollen, auf die i20- und Kona-Verkäufe auswirkt. SUV boomen nach wie vor auch bei uns. Als eher stylisch-orientierte Stadtautos vor allem die außen kompakten, innen dennoch geräumigen. Die Preise beim Bayon reichen von 16 790 bis 26 590 Euro. Ein Saugbenziner mit 84 und ein Turbo mit 100 PS stehen noch zur Wahl. 

Datenblatt

Motor: Dreizylinder-Turbobenziner. Hubraum: 1,0 Liter. Leistung: 88/120 kW/PS. Maximales Drehmoment: 172/1500-4000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 185 Stundenkilometer. Testverbrauch: 6,7 Liter pro 100 Kilometer, 125 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer nach WLTP bei angegebenen 5,5 Litern Mixverbrauch. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 25 090 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch (die Fotos stammen alle von dem Testmodell bei der Fahrvorstellung)

13. September 2021