Samstag, 19. September 2020

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"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Doppelt aufgeladen

Porsche setzt im modellgepflegten Macan GTS stärkeren Motor ein / Fahrwerk und Ausstattung verbessert

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Porsche Macan GTS steht aufgefrischt seit Mitte März 2020 bei den Händlern. Fotos: Koch

Zuffenhausen – Früher ist Porsche vor allem für klassische Sportwagen – Stichwort 911 – bekannt gewesen. Doch mit dem Cayenne sind auch die Zuffenhausener 2002 erfolgreich auf den SUV-Zug aufgesprungen, haben bei einem immer weiter steigenden SUV-Verkaufsanteil zudem seit 2014 den kompakteren Macan im Programm. Dessen GTS-Variante steht zum Modelljahr 2020 in aufgewerteter Auflage ab 77 880 Euro im Umfeld der vergleichbaren sportlicheren Alfa-Romeo-Stelvio-, Audi-SQ5-, BMW-X3M- und Mercedes-AMG-GLC-Wettbewerber bei den Händlern.

Aufgefrischte Front

Das Auto: Macan stammt aus dem Indonesischen, bedeutet Tiger. Der an der Front aufgefrischte GTS-Porsche mit diesem Namen ist 4,68 Meter lang, verfügt über 2,80 Meter Radstand, die für ordentlich Platz selbst im Fond sorgen. Das Gepäckabteil fasst 488 bis 1503 Liter. Im Cockpit geht es sportlich-funktionell zu. Die Bedienung ist rasch im Griff. Mit der Modellpflege hat der GTS einen stärkeren Motor bekommen, Fahrwerk und Ausstattung sind verbessert worden.

Blick auf die modifizierte Frontpartie mit dem Markenlogo auf der Motorhaube.

Basispaket schon gut bestückt

Die Ausstattung: LED-Hauptscheinwerfer, LED-Rückleuchten, deutlich größere Kühlluftöffnungen, Sportdesignpaket mit Schwellerverkleidungen, Doppelendrohre links und rechts, Diffusor, automatische Heckklappe, dazu Dreizonen-Klimaautomatik, Infotainment, Navigation, Vernetzung, Sportsitze, Spurverlassenswarnung, Tempomat samt Begrenzer, Bergabfahrhilfe und 20-Zoll-Leichtmetallräder mit vorn/hinten 265/295er-Reifen gehören bereits zum Grundumfang. Extras von der speziellen Außenfarbe über Alcantaraleder, Luftfederung, Niveauregulierung, Höhenverstellung, Torque Vectoring Plus, Spezialbremsen, die weniger verschleißen und nicht so teuer wie die aus Karbon sind, Sport-Chrono-Paket, Parkassistenz, Rückfahrkamera, Spurhalte-, Spurwechselhilfe, Adaptivsportsitze, Digitalradio, Surround-Soundsystem können den Grundpreis jedoch rasch auf deutlich über 100 000 Euro in die Höhe treiben.        

Der Biturbobenziner verfügt über 2,9 Liter Hubraum. Blick ins sportlich-funktionelle Cockpit.

Der Sechszylinder leistet 380 PS

Der Antrieb: Der neue, gleich doppelt Turbo-aufgeladenen, schon nach der noch strengeren Abgasnorm Euro 6d freigegebene 380-PS-Sechszylinder stellt früh ab 1750 über ein breites Band bis 5000 Umdrehungen pro Minute 520 Newtonmeter bereit. Der hoch bis 6700 Touren drehende 2,9-Liter beschleunigt diesen leer je nach Norm 1910/1985 Kilo schweren GTS in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, macht bis zu 261 Stundenkilometer schnell. In Verbindung mit der sehr gut abgestuften, über Paddel am Lenkrad auch handschaltbaren Siebengang-Doppelkupplungsautomatik gibt Porsche den nach dem realistischeren WLTP-Messzyklus ermittelten kombinierten Verbrauch mit 11,4 Litern an.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit dem Modellschriftzug hinten.

Spreizung bis auf extrem dynamisch

Das Fahren: Bei einem Biturbo darf man, zumal beim kernigen Klang der Sportabgasanlage, zu Recht erwarten, dass er spontan anspricht und beim Tritt aufs Gaspedal freudig-vehement nach vorne schiebt. Im Vergleich zum 3,0-Liter-Vorgängeraggregat stehen trotz geringerem Hubraum 20 PS und 20 Newtonmeter mehr zur Verfügung. Das optimierte Chassis liegt tief. Die optionale Luftfederung ist gut für längere Strecken, federt sie doch in der Regel immer noch ausreichend komfortabel. Wer will, kann bei Bedarf bis auf extrem sportlich nachschärfen. Auch Allradsysteme wie das elektronisch gesteuerte aktive von Porsche erhöhen mit der Bodenhaftung die Stabilität beim Fahren. Es überträgt in diesem Fall die Kraft aber nicht permanent auf alle vier Räder, nutzt die Achse vorn nur zur Unterstützung, um den GTS sportlicher über die Hinterräder anzutreiben. Torque Vectoring trägt durch gezielte Bremseingriffe am kurveninneren Hinterrad zu agilerem Handling und präziserem Lenkverhalten für noch dynamischeres Fahren besonders in Kurven bei. Die Servolenkung ist eine elektromechanische. Die Scheibenbremsen sind innenbelüftet.

Das Gepäckabteil fasst 488 bis 1503 Liter. Und so sieht der GTS-Macan von der Seite aus.

Nicht ganz billiger Fahrspaß

Alles in allem: Eigentlich ist Macan das eine und GTS, nahe an den GT-Puristen, die es manchmal doch ziemlich bunt treiben, etwas anderes. Selbst mit der zwar auf Porsche-Verhältnisse angepassten, aber noch aus der ersten Generation des Q5 der Konzern-Schwestermarke Audi stammenden technischen Grundstruktur kann der GTS weiterhin sportlich punkten und einen entsprechenden, wenn auch nicht ganz billigen Fahrspaß bieten. Als Verbrenner steht der Basis-Macan mit 245 PS ab 58 285 Euro in der Liste. Der 354 PS starke S darüber ist ab 63 737 Euro zu haben. Beim über dem GTS angesiedelten Turbo mit 440 PS beginnt der preisliche Einstieg sogar erst bei 89 605 Euro. Mit neuer Architektur dürfte absehbar auch eine Teil- oder Vollelektrifizierung des Macan sehr wahrscheinlich sein.

Datenblatt

Motor: Sechszylinder-Biturbobenziner. Hubraum: 2,9 Liter. Leistung: 280/380 kW/PS. Maximales Drehmoment: 520/5200-6700 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 261 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Porsche Mixverbrauch 11,4 Liter pro 100 Kilometer, 257 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 77 880 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

17. Juni 2020