Donnerstag, 13. August 2020

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Blinklicht

"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Super Supra

Toyota hat Tradition des reinrassigen Sportwagens neu belebt / Als Vier- und Sechszylinder mit 258 und 340 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Den neuen Supra hat die werkseigene Gazoo-Racing-Abteilung in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt. Foto: Toyota

Köln – Eine Sportlegende ist zurück: Toyota hat wieder einen Supra im Programm! Er ist, markenintern noch über dem GT86 angesiedelt, zusammen mit dem BMW Z4 entwickelt worden, steht seit 2019 in Neuauflage bei den Händlern, ist ab 48 900 Euro zu haben und tritt gegen Konkurrenten wie Alpine A110 oder Nissan 370Z an.

Fünfte Generation

Das Auto: Den Supra hat Toyota schon Ende der 1970er-Jahre aus dem damaligen Celica Coupé entwickelt, ihn ab Mitte der 1980er-Jahre als eigenständiges Modell vermarktet und bis 2002 produziert. In fünfter Generation kommt der inzwischen 4,37 Meter lange und 1,85 Meter breite Zweisitzer, der nur 1,29 Meter hoch baut, über 2,47 Meter Radstand und 290 Liter Kofferraum verfügt, sauber verarbeitet und recht wertig anmutend mit flacher Nase, langer Motorhaube, kleiner Fahrgastzelle, Spoiler und dicken Auspuffendrohren am Heck daher. Das sportlich-funktionelle Cockpit ähnelt dem des Z4. Die Fahrzeugübersicht könnte besser sein. Zum Ein- und Ausstieg braucht es Geschick und sportlicheren Schwung.

Schon umfangreicheres Basispaket

Die Ausstattung: Im Basispaket sind etwa bereits LED-Scheinwerfer, Audiosystem, Zweizonen-Klimaautomatik, 8,8-Zoll-Multimediadisplay, Spurhaltehilfe mit aktiver Lenkfunktion, Notbremsassistenz, Fußgänger-, Radfahrererkennung mit Bremseingriff, Verkehrsschildanzeige, Tempomat samt Begrenzer, Rückfahrkamera, Alcantara-Sportsitze und 18-Zoll-Leichtmetallräder mit 255/275er-Reifen enthalten. In der Stufe darüber gehören Navigation, Vernetzung, Sportpedale und Sportbremsen zum Grundumfang. In der dem Spitzenmodell vorbehaltenen höchsten sind Parksensoren mit Bremsfunktion, Spurwechsel-, Totwinkel-, Querverkehrswarner und 19-Zöller Standard.      

2,0-Liter-Vierzylinder und 3,0-Liter-Sechszylinder

Der Antrieb: Zwei nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp eingestuft Turbobenziner stehen zur Wahl. Der 2,0-Liter-Vierzylinder leistet 258, der 3,0-Liter-Sechszylinder 340 PS. Sie stellen drehmomentstärkere 400/500 Newtonmeter schon früh ab 1550/1600 über ein breites Band bis 4000/4500 Touren zur Verfügung, beschleunigen die leer 1395 bis 1570 Kilo schweren Supra in 5,2/4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 250 Stundenkilometer schnell. Eine entsprechend übersetzte Achtstufen-Automatik überträgt die Kraft auf die hinten Räder. In Verbindung mit der Stopp/Start-Spritspartechnik soll der nach dem realistischeren WLTP-Messzyklus ermittelte Verbrauch im Mix 6,3/7,5 Litern betragen, zumindest laut Datenblatt. 

Mit druckvollem Vorwärtsdrang

Das Fahren: Der Supra, insbesondere der mit dem Sechszylinder aus dem BMW-Regal, schiebt beim Tritt aufs Gaspedal druckvoll voran, sodass es in Sachen Spritkonsum kaum bei dem zuvor genannten bleiben dürfte. Die Automatik wählt stets die jeweils passende Fahrstufe. Das Fahrwerk wirkt auch dank ausgeglichener Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse gut ausbalanciert. Die elektrisch unterstütze Lenkung gibt direkte Rückmeldung. Die innenbelüfteten Scheibenbremsen packen standfest zu. Bei trockener Straße lässt sich das Sportcoupé zielgenau bewegen. Ist die Fahrbahn nass, sollte man wie bei solchen Heckantrieblern üblich etwas vorsichtiger zu Werke gehen, da der elektronische Schleuderschutz doch Freiheiten zugesteht, die Ungeübte zunächst erschrecken könnten. Ab Ausstattungsstufe zwei sind variable Adaptivdämpfer für Normal- oder Sporteinstellung und ein aktives Sperrdifferenzial verbaut, ab der dritten verlässt der mit Renn-DNA versehene Supra mit Adaptivtempomat und Stopp-&-Go-Funktion das Magna-Steyr-Werk im österreichischen Graz, wo er entsteht. Längs- und Querdynamik überzeugen. Die Motoren/Getriebe-Kombination passt.

Eine echte Fahrmaschine

Alles in allem: Gegenüber den 42 000 Euro Anschaffungskosten für den BMW Z4 liegt der von der werkseigenen Gazoo-Racing-Abteilung für die Straße und für die Rennstrecke konzipierte GR-Toyota leider etwas höher, während der Nissan 370Z sogar bereits bei 34 730 Euro beginnt, die Alpine aber erst bei 56 500 Euro startet. Die 62 900 Euro für den Spitzen-Supra reichen freilich ebenfalls schon in den Premiumbereich hinauf – für eine Super-Supra-Fahrmaschine, die sich schon namentlich bemüht, ihrer herausgehobenen Positionierung Rechnung zu tragen: Supra für über oder übergeordnet.      

Datenblatt

Motor: Zwei Vier- und Sechszylinder-Turbobenziner. Hubraum: 2,0, 3,0 Liter. Leistung: 190/258, 250/340 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1550-4400, 500/1600-4500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 5,2, 4,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Toyota Mixverbrauch 6,3, 7,5 Liter pro 100 Kilometer, 143, 170 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 48 900 bis 62 900 Euro. 

KoCom/Fotos: Toyota

20. Mai 2020