Donnerstag, 13. August 2020

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"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Frischer Wind

VW führt mit Cabrio nächste T-Roc-Variante in der Crossover-Baureihe ein / Zum Start zwei Benziner

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der offene VW T-Roc fährt mit Stoffverdeck vor. Fotos: VW

Wolfsburg – Mit Cabrios ist das bei uns so eine Sache! Lange Zeit sind sie durchaus gefragt gewesen. Kaum ein Hersteller, der nicht eine offene Variante angeboten hat. Doch inzwischen sieht das anders aus. Fahrzeuge, bei denen man das komplette Dach öffnen kann, sind eher selten geworden, werden wie bei Land Rover zuletzt im Fall des sonst eigentlich ziemlich formschönen SUV-Kompaktmodells Evoque schnell wieder aus dem Programm genommen. Umso mutiger, dass VW inzwischen sogar, eine Stufe tiefer, seinen T-Roc-Crossover aufgemacht hat und das Cabrio rechtzeitig zur nächsten Freiluftsaison zum Einstiegspreis ab 27 495 Euro bei den Händlern präsentiert.

Kofferraumgröße wie in der Normalversion

Das Auto: Extrovertiert, frech, bulligerer SUV-Look, 4,26 Meter lang, 1,81 Meter breit, 1,52 Meter hoch, Radstand 2,63 Meter, Kofferraum bei offener Fahrt mit eingeklapptem Verdeck wie bei der etwas kürzeren geschlossenen Variante immerhin 284 Liter, geteilt umklappbare Rücksitzlehne mit Durchlade, erhöhte Sitzposition, vernetzt, digitaler – so kommt der zweitürige Viersitzer mit dem elektrohydraulischen Stoffverdeck daher, das sich vollautomatisch bis Tempo 30 in neun Sekunden öffnen lässt, fürs Schließen nur zwei mehr braucht. Der hinter den Kopfstützen der Rücksitze befindliche Überschlagschutz fährt beim Überschreiten einer vordefinierten Querbeschleunigung oder Seitenneigung binnen Bruchteilen von Sekunden aus. Zudem sind die Scheibenrahmen der Frontscheibe verstärkt. Streben und ein Doppelboden im Fond machen die Karosserie verwindungssteifer. Schon im normalen T-Roc ist die Bedienung rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenlogo vorn groß und mittig im Kühlergrill.  

Entweder mehr Richtung Design oder Sportlichkeit

Die Ausstattung: Lediglich zwei Lines gibt es. Style setzt Akzente mehr in Richtung Design. Unter anderem LED-Rückleuchten, Klimaanlage, Radio, Lederlenkrad, Müdigkeits-, Fußgängererkennung, Notbremsassistenz, Spurhaltehilfe und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen sind hier Standard. In der sportlicheren R-Line-Ausführung gehören etwa Nebelscheinwerfer, Multifunktions-Sportlederlenkrad, Pedale in gebürstetem Edelstahl und Einparkhilfe zum Grundumfang. Statt serienmäßiger 17-Zöller sind bis zu 19 Zoll große möglich. Das Windschott kostet leider 340 Euro extra. Wer will, kann ein Digitalcockpit ordern. Individualisierungen bis zum Zweifarbenlack sind möglich.

Zwei Turbobenziner stehen zur Wahl. Im modernen Cockpit geht es sehr übersichtlich zu.

Aufgeladene Drei- und Vierzylinder mit 115 und 150 PS

Der Antrieb: Zwei ebenfalls schon aus dem normalen T-Roc bekannte Turbobenziner, eingestuft nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp, stehen zunächst zur Wahl. Der 1,0-Liter-Dreizylinder leistet 115, der bei 30 075 Euro beginnende 1,5-Liter-Vierzylinder 150 PS. Beide stellen ordentliche Drehmomente von 200 und 250 Newtonmetern zur Verfügung, wobei das in der stärkeren Variante schon früher zur Verfügung steht. Die leer 1487 bis 1540 Kilo schweren Cabrios beschleunigen in 11,7 und 9,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, sind in der Spitze 187 und 205 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Schaltgetriebe, beim Vierzylinder alternativ auch eine Siebengang-Doppelkupplungsbox übertragen die Kraft auf die vorderen Räder. In Verbindung mit der Stopp/Start-Spritsparfunktion, die zugleich hilft, Bremsenergie zurückzugewinnen, gibt VW den nach dem realistischeren WLTP-Messzyklus ermittelten kombinierten Verbrauch im Mix mit maximal 5,6 beziehungsweise 5,8 Litern an.

Heck-/Seitenansicht des zweitürigen Viersitzers mit Markenlogo und Modellschriftzug hinten.

Als R-Line mit straffer abgestimmten Chassis bestückt

Das Fahren: Weil die dynamische Fahrvorstellung des Cabrios im März coronabedingt abgesagt worden und der Einzeltest erst für Sommer vorgesehen ist, können wir, was das Fahren betrifft, bislang nur auf die Eindrücke zurückgreifen, die das Unterwegssein mit dem normalen T-Roc und der R-Variante vermittelt hat. Danach ist fahrwerksmäßig eine sehr gute Balance zwischen Komfort und Sportlichkeit gelungen und die kompakten Abmessungen lassen auch hier trotz des Mehrgewichts ein recht agiles Fahrverhalten erwarten. Schon die elektromechanische Servolenkung gibt, geschwindigkeitsabhängig geregelt, ausreichend Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu. Im R-Line ist das straffer abgestimmte Sportfahrwerk mit noch direkterer Progressivlenkung kombiniert. Über die Auswahl verschiedener Fahrprofile ist der Wagen von der Auslegung her unterschiedlich einstellbar.

Bis Tempo 30 lässt sich das Stoffverdeck in neun Sekunden öffnen. Es schließt in elf Sekunden.

Eigentlich lange Tradition offener Volkswagen

Alles in allem: Den aktuell ab 21 170 Euro teuren T-Roc, markenintern angesiedelt zwischen dem kleineren T-Cross und dem größeren Tiguan, gibt es seit 2017; er ist als Turbobenziner und Turbodiesel jeweils mit 115, 150 und 190 PS zu haben. Mit dem 300 PS starken R steht zudem auch die sportliche Krönung seit 2019 schon in der Liste, für die VW mindestens 43 995 Euro haben will. Mit dem in Osnabrück, am früheren Hauptsitz des 2010 insolvent gegangenen, danach größtenteils von Volkswagen übernommenen Karosseriebauunternehmens Karmann, vom Band laufenden Cabrio ist die kleine T-Roc-Familie vorerst komplett. Es knüpft eigentlich an eine lange Tradition offener Volkswagen an, die vom Käfer Cabrio 1949 über Karmann Ghia, verschiedene Golf und den EOS bis hin zum letzten Beetle Cabrio 2013 reicht. Wenn das Konzept mit dem normalen, laut VW bislang bereits rund 540 000 Mal verkauften T-Roc gut läuft: Warum, geben sich die Wolfsburger zuversichtlich, sollte dann nicht auch das mit dem Cabrio gut laufen?

Datenblatt

Motor: Zwei Drei- und Vierzylinder-Turbobenziner. Hubraum: 1,0, 1,5 Liter. Leistung: 85/115, 110/150 kW/PS. Maximales Drehmoment: 200/200-3500, 250/1500-3500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 11,7, 9,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 187, 205 Stundenkilometer. Umwelt: Laut VW Mixverbrauch 5,6-5,4, 5,7-5,5/5,8-5,6 Liter pro 100 Kilometer, 129-123, 130-125/132-127 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 27 495 bis 34 835 Euro.

KoCom/Fotos: VW

29. April 2020