Donnerstag, 13. August 2020

FB Logo für GK 1

  • A Hyundai Driving Experience 140720 Slide Auto
  • A Opel Mokka 240620 Slide Auto
  • A VW Arteon Shooting Brake I 240620 Slide Auto
  • A Land Rover Defender 040620 Slide Auto
  • A Ford Explorer 230620 Slide Auto
  • A Suzuki Across 030720 Slide Auto
  • GALERIA AUTO: Wie Agenten wenden! Hyundai stellt neue Driving Experience vor. Foto: Hyundai
  • GALERIA AUTO: Voller Energie! Opels neuer Mokka kommt gleich auch als Elektroversion Foto: Opel
  • GALERIA AUTO: Aus eins mach' zwei! VW stellt Arteon noch Shooting Brake zut Seite. Foto: VW
  • GALERIA AUTO: Kernig geblieben: Land Rover lässt Defender in Neuauflage vorfahren. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Forscher Forscher: Ford-SUV Explorer fährt bei uns nur als Plug-inHybrid vor. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Abrundung nach oben! Suzuki-SUV Across kommt als 306-PS-Plug-in-Hybrid Foto: Suzuki

Blinklicht

"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Belebendes Element

Ford-Crossover-SUV Puma kommt im März / Zunächst Dreizylinder-Turbobenziner / Auch schon Mildhybride

Von Günther Koch/Life-Magazin

Athletisch geformt: Ford Puma, hier als 125-PS-Mildhybrid in Titanium-X-Ausführung. Fotos: Koch

Málaga/Marbella – Der Puma ist eigentlich eine Raubkatze, die durch verschiedenste Regionen in Nord-, Mittel- und Südamerika streift. Außerdem heißt ein weltweit agierender deutscher Sportartikelhersteller aus dem Fränkischen so. Und: Es hat schon einmal, von 1997 bis 2001, ein kleines Sportcoupé von Ford mit genau diesem Namen gegeben, den der Autobauer jetzt wieder neu belebt hat – mit einem gerade in Andalusien vorgestellten Crossover-Kompakt-SUV-Modell, das Anfang März zu Einstiegspreisen ab 23 150 Euro im Umfeld etwa von Renault Captur oder VW T-Cross bei den Händlern steht.

Zwischen EcoSport und Kuga

Das Auto: Der neue Puma, solide verarbeitet, für sein Segment zumindest in den höheren Ausstattungen recht wertig anmutend, athletischer geformt, bis zu 4,20 Meter lang, Radstand 2,58 Meter, Kofferraum 401/456 bis 1161/1216 Liter, läuft in Rumänien vom Band, baut auf der Fiesta-Plattform auf, sortiert sich markenintern bei den SUV zwischen dem kleineren EcoSport und dem größeren Kuga ein. In dem für fünf Personen ausgelegten Fünftürer geht es innen relativ geräumig zu, lediglich im Fond schränkt die coupéhaft abfallende Dachlinie die Kopffreiheit etwas ein. Durchaus praktisch zum Beispiel für schmutzige Sportgeräte oder Stiefel ist das komplett mit Kunststoff ausgekleidete, sogar mit Ablaufventil für Reinigungswasser versehene, bis zu 81 Liter fassende Unterflurfach, mit dem sich aufrecht selbst zwei Golfbags transportieren lassen. Die Sicht nach hinten könnte besser, die Außenspiegel könnten größer sein. Im ziemlich modern und übersichtlich gestalteten Cockpit ist die Bedienung insgesamt rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie mit dem ovalen Markenlogo vorn zwischen dem Kühlergrill und der Motorhaube.

Über dem Basismodel hoch bis zum ST-Line X

Die Ausstattung: Insgesamt vier Lines gibt es. Beim Titanium sind etwa schon Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, Klimaanlage, Sportsitze mit verstärktem Seitenhalt, Kunstlederlenkrad, Digitalradio, Navigation, Achtzoll-Touchscreen, Smartphone-Einbindung, Tempomat samt Begrenzer mit Tempolimitanzeige, Müdigkeits-, Verkehrszeichen-, Fußgänger-, Radfahrererkennung, Fahrspur-, Fahrspurhaltehilfe, Auffahrwarner, Parkpilot und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen Standard. Ab Titanium X gehören Klimaautomatik und Soundsystem zum Grundempfang. Der ST-Line kommt mit speziellen Stoßfängern, Seitenschwellern, digitaler 12,3-Zoll-Instrumententafel, Aluminiumpedalen und sportlicherem Fahrwerk daher. Der ST-Line X verfügt zudem über dunkel getönte Scheiben hinten, Regensensor und Leder/Stoff-Polster.   

Vorerst sind nur kleine 1,0-Liter-Aggregate mit drei Zylindern vorgesehen. Das Cockpit wirkt recht übersichtlich.

Diesel und Siebengang-Doppelkupplungsbox folgen

Der Antrieb: Zunächst stehen drei rauer laufende Dreizylinder-Turbobenziner zur Wahl. Die beiden über dem Basismodell sind sogar als 48-Volt-Mildhybrid ausgelegt, bei denen ein riemengetriebener Generator als eine Art Elektromotor den Verbrenner bei geringeren Drehzahlen unterstützt und für mehr Leistung den Einsatz eines größeren Turbolasders erlaubt. Die nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp eingestuften 1,0-Liter-Aggregate sind 125 und 155 PS stark, verfügen über 170, 210 und 240 Newtonmeter Drehmoment. Sie beschleunigen die drei bereits zum Marktstart lieferbaren Puma in 9,0 bis 10,0, Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 191 bis 205 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Schaltgetriebe übertragen in den Frontantrieblern die Kraft auf die vorderen Räder. Der nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren ermittelte Mixverbrauch soll in Verbindung mit der Stopp/Start-Spritspartechnik jedenfalls laut Datenblatt auf 4,2 bis 4,6 Litern betragen. Für Mai kündigt Ford noch einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 120 PS und eine Siebengang-Doppelkupplungsautomatik an.

Markenlogo und Modellschriftzug auf der Tür hinten. Das Gepäckabteil fasst 401/456 bis 1161/1216 Liter.

Gleich fünf Fahrprogramme wählbar

Das Fahren: Wir sind in beiden Mildhybrid unterwegs gewesen. Deren Bordcomputer haben bei uns am Ende nach normalen Orts-, spitzigeren Landstraßen und eher moderaten Autobahnfahrprofilen meist im Normalmodus hohe 8,6 Liter Verbrauch bei der stärkeren Variante angezeigt, bei der schwächeren wenigstens etwas akzeptablere 6,4. Das Fahrwerk ist straffer abgestimmt, federt trotzdem immer noch weitgehend komfortabel. Neben Normal sind als Fahrprogramme noch Eco, Sport, Rutschig und das für unbefestigte Straßen einstellbar. Die elektromechanische Servolenkung könnte direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen standfest zu.   

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. Und so sieht der neue Ford-Kompakt-Crossover von der Seite aus.

ST und noch wertigere Ausstattung

Alles in allem: Der neue Puma ist ein belebendes Element in seiner Klasse. Mit den beiden Mildhybrid, bei denen die luftgekühlte 48-Volt-Batterie aufgeladen wird, indem das System beim Ausrollen und Abbremsen Energie zurückgewinnt und damit automatisch den Akku wieder speist, setzt Ford ein elektrisierendes Zeichen. Schon 2018 hat der Autobauer angekündigt, dass in Europa jede neue Baureihe der Marke künftig mindestens eine elektrifizierte Variante erhält. Voraussichtlich Mitte 2020 folgen Fiesta und Focus. Geplant ist, in diesem Jahr einschließlich Puma 15 elektrifizierte Modelle auf den Markt zu bringen. Auch einen auf höhere Leistung getrimmten ST, den Ford bei der Veranstaltung in Andalusien unter Fotografierverbot ebenfalls schon gezeigt hat, sowie eine noch wertigere Ausstattungslinie wird es beim Puma zusätzlich geben. 

Datenblatt

Motor: Drei Dreizylinder-Turbobenziner, darunter zwei Mildhybrid. Hubraum: 1,0 Liter. Leistung: 92/125, 92/125 und 114/155 kW/PS. Maximales Drehmoment: 170/1400, 210/1750, 240/2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,0, 9,8, 9,0 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 191, 191, 205 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Ford Mixverbrauch 4,6-4,5, 4,3-4,2, 4,5-4,4 Liter pro 100 Kilometer, 106-103, 99-96, 101-99 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 23 150 bis 28 400 Euro. 

KoCom/Fotos: Günther Koch

15. Januar 2020