Freitag, 14. August 2020

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  • A Hyundai Driving Experience 140720 Slide Auto
  • A Opel Mokka 240620 Slide Auto
  • A VW Arteon Shooting Brake I 240620 Slide Auto
  • A Land Rover Defender 040620 Slide Auto
  • A Ford Explorer 230620 Slide Auto
  • A Suzuki Across 030720 Slide Auto
  • GALERIA AUTO: Wie Agenten wenden! Hyundai stellt neue Driving Experience vor. Foto: Hyundai
  • GALERIA AUTO: Voller Energie! Opels neuer Mokka kommt gleich auch als Elektroversion Foto: Opel
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Blinklicht

"Künstlicher Vogelkot: Ford optimiert Fahrzeug-Lackierungen unter realitätsnahen Bedingungen."

Aus einer Mitteilung von Ford auch mit einem Tipp, wie man Vogelkot am besten vom Auto entfernt: So rasch wie möglich säubern! Verschmutzte Stellen vorsichtig mit einem weichen Schwamm mit lauwarmem Wasser und mit etwas pH-neutralem Shampoo reinigen. Danach die Oberfläche mit Hartwachs behandeln, damit der Lack Schmutz künftig besser widerstehen kann und länger glänzt. (gk)

Rasch im Griff

Renault kündigt neuen Captur für Mitte Januar an / Danach auch als Plug-in-Hybrid

Von Günther Koch/Life-Magazin

Renault Captur, hier als 154-PS-Turbobenziner, zugleich das Spitzenmodell. Fotos: Koch

Anavissos – Er ist laut Renault europäischer Markführer unter den Kompakt-Crossover: Mit dem 2013 eingeführten Captur sind die Franzosen im Umfeld etwa von Fiat 500X, Ford EcoSport, dem Schwestermodell Nissan Juke, Opel Crossland X, Peugeot 2008 und VW T-Cross unterwegs. Die gerade im griechischen Anavissos vorgestellte Neuauflage, die im spanischen Valladolid vom Band läuft, soll ab Mitte Januar bei den Händlern stehen. Der Einstieg in die noch unter dem Kadjar angesiedelte Baureihe fängt bei 17 950 Euro an. 

Zweite Generation

Das Auto: Die zweite Generation, solide verarbeitet, für die Kleinwagenklasse recht wertig anmutend, baut auf der neuen Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz für Autos dieser Art auf. Das Design ist nachgeschärft. Schulter- und Fensterlinie verlaufen höher, die Fensterausschnitte sind niedriger, die Kotflügel weiter ausgestellt. Vorn und hinten findet sich ein breiter Unterfahrschutz. Der Rammschutz entlang der kompletten Flanken einschließlich der Radhäuser ist farblich abgesetzt. Mit 4,23 Metern hat die Länge deutlich um elf, der Radstand mit 2,64 Metern um drei Zentimer zugelegt. Ellbogen- und Kniefreiheit hinten sowie die Auflageflächen der stärker ausgeformten Sitze vorn sind größer. Die 16 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank erlaubt mit 422/536, beim Diesel 406/520 bis 1275 Litern ein größeres, trotz kleiner Öffnung noch ganz gut beladbares Gepäckabteil mit flexiblem Ladeboden. Im "Smart Cockpit" wirkt die Mittelkonsole mit dem Tablet-artigen Touchscreen fahrerorientierter. Ab der zweithöchsten Ausstattung scheint deren unteres Teil mit dem formschönen Wählhebel für die Automatik, E-Shifter genannt, frei zu schweben. Die Bedienung ist vergleichsweise rasch im Griff.

Blick auf die Frontpartie mit dem Markenrhombus, der vorn in den Kühlergrill ragt.

Auf dem Weg zur Vollvernetzung

Die Ausstattung: Es gibt fünf Lines. Bei Life gehören etwa schon Voll-LED-Scheinwerfer, Tempopilot samt Begrenzer, dazu Spurhaltehilfe, Notbremsassistenz, Verkehrsschilderkennung und 16-Zoll-Stahlräder mit 215er-Reifen zum Grundumfang. Der Experience ist mit Klimaanlage, Digitalradio, Siebenzoll-Display und 17-Zoll-Stahlrädern bestückt. Der Business hat Online-Multimedia und Navigation an Bord. Den Intens liefern die Franzosen ab Werk mit Fernlichtassistenz, Dachreling im Chrom-Look, Klimaautomatik, Lederlenkrad und 17 Zoll-Leichtmetallrädern aus. Die Edition One zur Markteinführung fährt mit virtuellem Zehnzoll-Tachodisplay, Multimedia, Navigation, 9,3-Zoll-Touchscreen, Soundsystem, Rückfahrkamera und 18-Zöllern vor. Gegen Aufpreis sind optional etwa Querverkehrs-, Totwinkelwarner oder Panorama-Glasschiebedach zu haben. Mit Details wie der vom neuen Clio übernommenen Autobahn- und Stauassistenz sowie dem Online-Multimediasystem soll der Captur eine, so Renault, „Schlüsselposition auf dem Weg zum automatisierten und voll vernetzten Automobil“ einnehmen.

Unter der Haube ist hier der 154-PS-Turbobenziner am Werk. Das Cockpit wirkt fahrerorientierter.

Benziner und Diesel mit 116 bis 154 PS

Der Antrieb: Vier Motorisierungen stehen zunächst zur Wahl. Die drei Drei- und Vierzylinder-Turbobenziner, darunter auch eine mit Flüssiggas fahrbare Variante ab 20 500 Euro, leisten 100, 130 und 154, der bei 24 000 Euro beginnende Vierzylinder-Turbodiesel 116 PS. Die nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temp eingestuften 1,0-, 1,3- und 1,5-Liter-Aggregate mit Drehmomenten von 160 bis 270 Newtonmetern beschleunigen die leer 1265 bis 1402 Kilo schweren Captur in 8,8 bis 13,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 173 bis 203 Stundenkilometer schnell. Fünf-, Sechsgang-Schalt- oder ein bequemeres Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen die Kraft auf die vorderen Räder. In Verbindung mit der Stopp/Start-Spritspartechnik geben die Franzosen den nach dem realistischeren WLTP-Prüfzyklus ermittelten, danach zurückgerechneten und nach dem bisherigen NEFZ-Standard ausgewiesenen Verbrauch im Mix mit 4,1 bis 5,8 Litern an, zumindest im Datenblatt.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers mit Markenlogo und Modellschriftzug hinten.

Mit flotten Leistungen sportlich unterwegs

Das Fahren: Wir sind im 130-PS-Benziner mit Doppelkupplungsbox und im 154-PS-Benziner mit Sechsgang-Schaltgetriebe unterwegs gewesen, deren Bordcomputer bei uns am Ende nach normalen Orts- und spritzigeren Landstraßenfahrprofilen 6,4 (statt maximal 5,8) und 7,2 (statt maximal 5,7) Litern angezeigt haben. Das Fahrwerk hat zwar einen ziemlich sportlichen Eindruck hinterlassen, federt aber insgesamt noch ausreichend komfortabel. Die Fahrleistungen sind durchweg flott. Die elektrische Servolenkung könnte über das neue Lenkrad mit kleinerem Durchmesser sowie breiterem Lenkradkranz und Daumenauflage direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die Bremsen, vorn innenbelüftete Scheiben, hinten Trommeln, sorgen dagegen für standfeste Verzögerung.   

Das Gepäckabteil fasst hier 422/536 bis 1275 Liter. Und so sieht der Crossover von der Seite aus.

Als erstes Modell der Marke

Alles in allem: Zweifarblackierung steht dem Captur gut. Es gibt zudem eine ganze Reihe von weiteren Möglichkeiten der Personalisierung bis hin zum Multi-Sense-System für ein individuelleres Fahrerlebnis etwa auch in Sachen Umgebungsbeleuchtung. Wer auf alternative Antriebe mit Elektrifizierung setzt: Ab Frühjahr 2020 soll der Captur zusätzlich als Plug-in-Hybrid mit 1,6-Liter-Benzinmotor, gleich zwei Elektromotoren, 150 PS Leistung, 300 Newtonmeter Drehmoment, Multi-Mode-Getriebe, 9,8-Kilowattstunden-Batterie, 45 Kilometern elektrischer Reichweite bis Tempo 135 und dreieinhalb Stunden Ladezeit bei 14 Ampere Ladestrom verfügbar sein. Als erstes Modell der Renault-Gruppe.    

Datenblatt

Motor: Drei Drei- und Vierzylinder-Turbobenziner, ein Vierzylinder-Turbodiesel. Hubraum: 1,0, 1,3, 1,5 Liter. Leistung: 85/116 bis 113/154 kW/PS. Maximales Drehmoment: 160/2750 bis 270/1800 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 8,6 bis 13,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 173 bis 203 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Renault Mixverbrauch 4,1 bis 5,8 Liter pro 100 Kilometer, 108 bis 132 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 17 950 28 450 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

18. Oktober 2019