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Blinklicht

"Ich glaube, dass die Freiheit der Mobilität auch mit eine Grundlage der Demokratie ist."

Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns Peugeot Citroën, zu dem seit 2017 auch Opel zusammen mit der britischen Tochtermarke Vauxhall gehört, bei der Fahrvorstellung des neuen Peugeot 208 in Comporta in Portugal. Die Franzosen bieten die Neuauflage ihres kleinen Wagens jetzt nicht mehr nur als Benziner und Diesel, sondern erstmals auch in einer rein batterie-elektrischen Version als e-208 an. (gk)

Benziner, Diesel, Elektro

Peugeot bietet 208 mit klassischen Verbrennern und vollelektrisch an / Tavares: „Freiheit der Mobilität“

Von Günther Koch/Life-Magazin

Peugeot 208, hier in der 136 PS starken Elektrovariante e-208. Foto: Koch

Comporta – Egal ob herkömmliche Verbrennungsmotoren oder Alternativantriebe: Bei der Fahrvorstellung der Neuauflage des kleinen Peugeot 208 gerade im portugiesischen Comporta setzt sich Carlos Tavares für die „Freiheit der Mobilität“ ein. Er glaube sogar, sagt der gebürtige Portugiese und Chef des französischen PSA-Konzerns, zu dem neben Peugeot und Citroën seit 2017 auch Opel gehört, dass diese Freiheit mit eine „Grundlage der Demokratie“ sei. Der 208 tritt in der VW-Polo-Klasse im Umfeld weiterer deutscher und französischer Wettbewerber wie Ford Fiesta, Opel Corsa oder Renault Clio an. Die nächste Generation soll noch im November zum Einstiegspreis ab 15 490 Euro zu den Händlern kommen. Den schon bestellbaren e-208, der preislich bei 30 450 Euro beginnt, kündigen die Franzosen für Frühjahr 2020 an. Er teilt sich den Elektroantrieb mit Opels künftig ebenfalls neuen e-Corsa.

In Anlehnung an den 508

Das Auto: Der 208, solide verarbeitet, für Wagen dieser Größenordnung zumindest in den höheren Lines vergleichsweise wertig anmutend, 4,05 Meter lang, Radstand 2,54 Meter, Kofferraum 265 bis 1106 Liter auch bei der Elektroversion mit kleiner Öffnung und höherer Ladekante, hat 2012 die Nachfolge des 207 angetreten. Er baut auf einer neuen, leichteren Plattform auf, lehnt sich, was das durchaus sportlich-markantere Design betrifft, an die Coupé-Limousine 508 an, kommt etwas länger und flacher daher. Platz ist vorn ordentlich vorhanden. Im Fond dürften sich größer Gewachsene etwas beengter fühlen. Die Cockpit-Gestaltung könnte harmonischer sein. Insgesamt ist die Bedienung dennoch rasch im Griff. An den metallischen Tasten wie auch vielleicht an der Lichtsignatur mit drei Krallen und gebogener vertikaler LED-Leiste scheiden sich wohl die Geister. Mit dem 3D-Kombiinstrument führt der neue 208 das weiterentwickelte i-Cockpit ein. Der simple Kniff des kleinen Lenkrads mit den Anzeigen darüber hat schon vorher für mehr sportliches Feeling gesorgt.

Das Design nimmt Anleihen bei der Limousine 508. Modellkennung und Markenlöwe vorn.

Vier Lines plus Elektroversion

Die Ausstattung: Bei Like sind Klimaanlage, Audioanlage, Fünfzoll-Touchscreen, Lichtsensor, Müdigkeits-, Frontkollisionswarner, Spurhaltehilfe mit Lenkeingriff, Verkehrsschilderkennung, Tempomat samt Begrenzer sowie 15-Zoll-Stahlräder mit 185er-Reifen Standard. Bei Active gehören LED-Tagfahrlicht, Audiobedienung am Lenkrad sowie über Touchscreen, Siebenzoll-Farbbildschirm, Smartphone-Nutzung über Mirror Screen und Multifunktionslederlenkrad zum Grundumfang. Die sich optisch nur durch kleinere Designelemente unterscheidende Elektroversion ist mit Eco-LED-Scheinwerfern, Klimaautomatik, Telematikdiensten, Regensensor, Ladekabel und On-Board-Charger  bestückt. Neben Klimaautomatik, digitalem 3D-Kombiinstrument samt Zehnzoll-Bildschirm und Vernetzungsbox fährt der Allure mit Einparkhilfe hinten, Regensensor und zweifarbigen 16-Zoll-Leichtmetallrädern mit 195er-Reifen vor. Den GT liefert Peugeot mit Voll-LED-Leuchten, Digitalradio, Navigation, Einparkhilfe vorn, aktiver Totwinkelassistenz, Geschwindigkeitsautomatik mit Stopp-&-Go-Funktion und Spurpositionierungsassistenz, Rückfahrkamera mit 180-Grad-Umgebungsansicht sowie 17-Zöllern mit 205er-Reifen aus.

Blick unter die Haube auf den elektrischen Antrieb. Das Cockpit könnte harmonischer sein.         

Mit Leistungen von 75 bis 136 PS

Der Antrieb: Die drei 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner leisten 75, 101 und 131, der ab 19 850 Euro teure 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel 102 PS. Die Benziner erfüllen schon die Abgasnorm Euro-6d, der Selbstzünder noch Euro-6d-Temp. Sie stellen 118 bis 250 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, beschleunigen die leer 1055 bis 1310 schweren Fünftürer in 8,7 bis 13,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 170 bis Tempo 208 schnell, sollen sich beim Verbrauch im Mix mit 3,2 bis 4,4 Litern begnügen, zumindest laut Datenblatt. Fünf- und Sechsgang-Handschaltungen sowie ein Achtstufen-Automat übertragen die Kraft auf die Vorderräder. Die Automatik der 136 PS und 260 Newtonmeter starken, leer bis 1558 Kilo schweren und pro 100 Kilometer 16,9 Kilowattstunden Energie verbrauchenden Elektroversion, ausgelegt bis Tempo 150, arbeitet mit fester Übersetzung. Auf Basis der größeren 50-Kilowattstunden-Batterie soll eine Reichweite bis 340 Kilometer, dreiphasiges Laden je nach Anschluss in 30 Minuten für bis zu 80 Prozent bis weniger als 24 Stunden möglich sein.    

Blick auf die e-Modellkennung hinten und auf das Heck des kleinen Fünftürers.

Verschiedene Modi wählbar

Das Fahren: Wir sind im einzigen Diesel, im Spitzenbenziner und im e-208 unterwegs gewesen. Deren Bordcomputer haben bei uns in Sachen Verbrauch am Ende nach wechselnden, eher moderaten Fahrprofilen 4,9 (statt 3,2) und 5,8 (statt 4,4) Liter angezeigt, bei der Elektroversion mit Spar- und Sporteinstellung sowie zwei unterschiedlichen Modi zur Rückgewinnung von Bremsenergie und zum Einspeisen in den im Unterboden platzierten Akku sind es auf kürzerer Rundstrecke 17,6 (statt 16,9) Kilowattstunden gewesen. Das Fahrwerk hat unterm Strich einen recht sportlichen Eindruck hinterlassen, ohne jedoch den Komfort gänzlich zu vernachlässigen. Im Allure und GT besteht schon ab Werk ebenfalls die Möglichkeit, zwischen Eco- und Sportmodus zu wählen. Die elektrische Servolenkung gibt gute Rückmeldung. Die Scheibenbremsen, beim Basisbenziner vorn nicht innenbelüftet und Trommeln hinten, packen standfest zu. 

Das Gepäckabteil fasst 265 bis 1106 Liter. So sieht der markante Kleinwagen von der Seite aus.

Weiter mit Elektrifizierung

Alles in allem: Der Anfang ist gemacht. Peugeot will jetzt jedenfalls alle neuen Pkw-Modelle mit einer elektrifizierten Variante anbieten, Motto „Freiheit der Mobilität“.

Datenblatt

Motor: Drei Dreizylinder-Turbobenziner, ein Vierzylinder-Turbodiesel, eine Variante mit Elektromotor. Hubraum: 1,2, 1,5 Liter. Leistung: 55/75 bis 100/136 kW/PS. Maximales Drehmoment: 118 bis 260 Newtonmeter. Beschleunigung: 8,1 bis 13,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 150 bis 208 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Peugeot Mixverbrauch Verbrenner 3,2 bis 4,4 Liter, Elektroversion 16,9 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, 85 bis 103 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 15 490 bis 23 500 Euro (Verbrenner), 30 450 bis 36 500 Euro (Elektroversion).

KoCom/Fotos: Günther Koch

9. Oktober 2019

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