Samstag, 21. September 2019

FB Logo für GK 1

  • M BMW R nine T5 150819 Slide Auto
  • A VW T Roc Cabrio 140819 Slide Auto
  • A Hyundai Ioniq Elektro 300819 Slide Auto
  • A Audi A4 170719 Slide Auto
  • A BMW X2 M35i 180519 Slide Auto
  • A Mercedes EQC 090719 Slide Auto
  • GALERIA MOTORRAD: Hommage an eine Legende: Die neue BMW R nine T/5. Foto: BMW
  • GALERIA AUTO: Mutig, mutig: Das neue VW T-Roc-Cabrio. Foto: VW
  • GALERIA AUTO: "Wo viele hinwollen": Der neue Hyundai Ioniq, hier die Elektroversion. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Vom Biedermann weg: Der neue Audi A4, hier als Allroad Quattro. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Der Preis des Raums: Der neue BMW 1er, hier als Spitzenmodell M135i xDrive. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO: Voll elektrisch: Der neue Mercedes EQC. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"2004 hat der Diesel den Camry aus deutschen Verkaufsräumen gedränt. Unsere Modellpalette sah in Europa keinen Diesel mehr vor, der damals in Europa immer populärer wurde. In einer Zeit, in der sich Privat- und Flottenkunden vermehrt nach einer zukunftsfähigen Antriebsvariane umsehen, erlebt der Camry in Europa sein Comeback - als Hybrid!."

Toyota aus Anlass der Rückkehr seiner sich nun vor allem an Gewerbekunden richteten Mittelklasse-Stufenhecklimousine. (gk)

Der Elektro-Taycan

Porsche nimmt mit erstmals vorgestelltem Sportwagen-Stromer den Konkurrenten Tesla ins Visier

Von Günther Koch/Life-Magazin

Kommt 2020: Porsche Taycan, das erste vollelektrische Serienmodell der Marke. Foto: Porsche  

Neuhardenberg – Ein Name, der zum Wappentier passt: Taycan! Er setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, die aus dem orientalischen Sprachraum stammen und da sinngemäß für die „Seele eines lebhaften, jungen Pferdes“ stehen. Statt auf vier Beinen ist das bei Porsche allerdings auf vier Rädern unterwegs, die zum ersten, gerade in Neuhardenberg bei Berlin vorgestellten vollelektrischen Serienmodell der Marke gehören, mit dem die Zuffenhausener in der Premium-Sportwagenklasse ab 2020 als Tesla-Konkurrent vorfahren.

Kompakter Antrieb

Bei dem zunächst ab 152 136 Euro teuren Elektro-Sportwagen – offenbar sind auch noch  preisgünstigere Versionen mit weniger Leistung geplant – handelt es sich um einen 4,96 Meter langen Viertürer, der mit nicht einmal 1,40 Metern überaus flach baut, über 2,90 Meter Radstand verfügt und in dessen Gepäckabteile zusammen immerhin 447 Liter passen, wobei die 366 Liter hinten durch Umklappen der Rücksitzlehnen noch erweiterbar sind. Der kompakte Elektroantrieb erlaubt einen niedrigeren Schnitt der Fronthaube. Air Curtains verbessern die Windschnittigkeit, indem sie einströmende Luft wie einen Vorhang über die Räder führen und so Verwirbelungen minimieren. Die LED-Matrix-Scheinwerfer darüber vereinen alle Lichtfunktionen in einem Bauteil. Eine Dynamiklinie prägt die Silhouette.

Cockpit weitgehend digital

Automatisch ausfahrende Türgriffe öffnen die Fahrzeugkabine mit tiefer, sportlicher Sitzposition. Beim Dach stehen ein leichteres aus Aluminium mit Vertiefung in der Mitte, alternativ das aus Panorama-Festglas zur Wahl, was ein luftigeres Raumgefühl vermittelt. Über dem durchgehenden Leuchtenband hinten findet sich das dreistufige Spoilersystem. Weil eine Abgasanlage entfällt, benötigt der Taycan auch keine Endrohre, was mehr Platz für einen durchgehenden Diffusor in sportlichem Lamellendesign schafft. Die Kotflügel sind ausgestellt. Im mit Leder ausgestatteten oder lederfreien Inneren geht es gewohnt sportlich funktionell zu. Mechanische Schaltflächen sind fast ganz durch digitale ersetzt. Das volldigitale Display im Cockpit ist 16,8, das in der Mittelkonsole integrierte 8,4, das zentrale 10,9, das im Fond 5,9 Zoll groß. Wer will, kann eine 4+1-Sitzkonfiguration ordern.

Mit Launch Control sogar bis zu 761 PS

Eigentlich braucht ein Elektroauto keinen Turbo. Trotzdem haben die Zuffenhausener ihre ersten beiden, leer je nach Norm 2295 bis 2380 Kilo schweren Versionen so genannt, den stärkeren wie üblich sogar noch mit dem Zusatzkürzel S versehen. Zwei Elektromotoren mit bis zu 625 PS, einer vorn, einer hinten, stellen ihre Kraft vom Start weg bereit. Mit Launch Control für eine Art Rennstart gibt Porsche sogar 761 und 680 PS, maximale Drehmomente von 1050 und 850 Newtonmetern sowie Beschleunigungen auf Tempo 100 von 2,8 und 3,2 Sekunden an bei Höchstgeschwindigkeiten von 260 Stundenkilometern. Die Reichweiten sollen nach realistischerem WLTP-Messzyklus beim Turbo 381 bis 450, beim Turbo S 388 bis 412 Kilometer betragen, die kombinierten Stromverbräuche 26,0 und 26,9 Kilowattstunden.

800 statt 400 Volt

Die im Unterboden integrierte Batterie weist Brutto/Netto-Kapazitäten von 93,4/83,7 Kilowattstunden auf. Was die auch durch das statt 400- hier 800-Volt-Bordnetz begünstigten Ladezeiten betrifft, finden sich je nach Anschluss 5,5 Minuten für weitere 100 Kilometer über 23 Minuten bis 80 Prozent bis zu 9 Stunden so zumindest im Datenblatt. Das Rückgewinnen von Energie mit hoher Leistung von bis zu 265 Kilowatt und das Einspeisen in die Batterie läuft automatisch oder der Fahrer stellt es aktiv ein. Im Alltag soll bei flotter Fahrweise, optional akustisch mit speziellem Electric Sound untermalt, so bis zu einem Drittel der Reichweite ausschließlich durch die dreistufige Rekuperation erreichbar sein.

Elektrischer Allrad

Über eine Zweigang-Box gelangt die Kraft auf alle vier Räder; es sind dies 20/21-Zöller aus Leichtmetall mit 245/265/285/305er-Reifen. Adaptive Luftfederung, elektronische Dämpferverstellung, Hinterachslenkung, Wankstabilisierung, elektronisch geregelte Quersperre hinten mit vollvariabler Momentenverteilung und eine Chassis-Steuerung, die die einzelnen Komponenten bestmöglich aufeinander abstimmt, gehören fahrwerksseitig zum Lieferprogramm. Die Elektronikhilfen reichen vom Abstandsregelautomat über aktive Spurführung, Spurwechsel- und Nachtsichtassistenz bis hin zur besseren Rundumsicht beim eigenhändigen Ein- und Ausparken. Den elektrischen Allrad kann man über verschiedene Fahrprogramme zwischen Effizienz und Dynamik breiter spreizen. Vorn setzen die Zuffenhausener Zehnkolben-, hinten Vierkolben-Festsattelbremsen sein. Der niedrige Schwerpunkt dürfte für Porsche-typische Kurvenlagen sorgen. Für noch zügigeres Unterwegssein sind steuerbare Kühllufteinlässe und der adaptive Heckspoiler da.

Moderne Vernetzung

Der Taycan, dessen moderne Vernetzung sogar erlaubt, dass das Fahrzeug bereits das vorab per App übertragene Ziel kennt, die passende Route dorthin plant und den Wagen vorklimatisiert, elektrisiert. Zumindest das Wort kennen auch die Japaner schon, verstehen unter Taikan eher ein „körperliches Erlebnis“. In diesem Fall dann eben eines unter Strom.

KoCom/Foto: Porsche

6. September 2019

Die nächsten Themen: Auto - Der neue Fiat Dolcevita. Reise - Auf Sardinien. Auto - Kias neuer XCeed. Reise - Im Alentejo. Auto - Der neue Mazda CX-30. Reise - In San Francisco. Auto - Die neue Mercedes EQ-Powerfamilie. Reise - An der Mosel entlang. Auto - Mitsubishis neuer L200. Reise - Durch Todestal.