Donnerstag, 22. August 2019

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Blinklicht

"2004 hat der Diesel den Camry aus deutschen Verkaufsräumen gedränt. Unsere Modellpalette sah in Europa keinen Diesel mehr vor, der damals in Europa immer populärer wurde. In einer Zeit, in der sich Privat- und Flottenkunden vermehrt nach einer zukunftsfähigen Antriebsvariane umsehen, erlebt der Camry in Europa sein Comeback - als Hybrid!."

Toyota aus Anlass der Rückkehr seiner sich nun vor allem an Gewerbekunden richteten Mittelklasse-Stufenhecklimousine. (gk)

Als G(rand)P(rix)

Mini zeigt erstmals öffentlich Prototyp des neuen John-Cooper-Works-Spitzenmodells mit über 300 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Noch getarnt, auch wenn es kaum nötig sein dürfte: Mini-Prototyp John Cooper Works GP. Foto: Koch

Nürburg – 24-Stunden-Rennen, Nürburgring, vorletztes Wochenende im Juni. Am Rennen selbst nimmt die auf kleine Premium-Kompaktfahrzeuge spezialisierte BMW-Tochtermarke Mini zwar nicht teil, aber das Umfeld passt, den nächsten John Cooper Works GP erstmals öffentlich vorzustellen, wenn auch offiziell vorerst noch als Prototyp.

Nur 3000 Einheiten

Wobei dessen Tarnung eigentlich gar nicht mehr nötig sein dürfte, denn im Grunde verbirgt sich dahinter schon die Serienversion. Aber die Vorschriften wollen es offenbar so, zu denen auch gehört, dass das in diesem Fall in einer Kleinserie von nur 3000 Exemplaren limitierte Sondermodell in einer bestimmten Zeit produziert werden muss. 

Zwischen Warm-up und Rennstart

Bereits seit Donnerstag läuft das Rennprogramm. Rundstrecken-Challenge auf der Nordschleife, freie Trainings, Qualifyings auf der Grand-Prix- und der Gesamtstrecke. Ähnlich am Freitag, darunter mit 24-Stunden-Classic- und Tourenwagen-Weltcup-Startaufstellung auf der Start-Ziel-Geraden, danach dem Top-Qualifying für den eigentlichen Langstreckenwettbewerb sowie am Abend Show in der Boxengasse und Vorführungen in Sachen Driften in der Mühlenbachschleife. Am Samstag dann, im Vorprogramm zwischen Warm-up  und Start in die 24-Stunden-Rennrunden, der Mini-Auftritt mit Demonstrationsfahrt der John-Cooper-Works-GP-Generationen.

Für die, die auf die Rennstrecke wollen

Drei GP (für Grand Prix) sind es nunmehr. So fährt neben dem unmittelbaren Vorgänger auch der schon 2006 vorgestellte Cooper S mit John-Cooper-Works-GP-Kit mit. Die zwei in einer Kleinserie von jeweils 2000 Einheiten gefertigten Spitzensportler seien, so Mini, von Beginn an Ausdruck der Rennsportleidenschaft gewesen und heute begehrte Sammlerstücke. Ihr Charakter basiere auf dem Konzept, die sportlichen Gene des Mini für die Entwicklung eines „kompromisslos auf extremen Fahrspaß ausgerichteten Topathleten“ zu nutzen. Ein GP sei für die da, „die mit ihrem Mini auch mal auf die Rennstrecke wollen“, sagt Mini-Sprecher Andreas Lampka.

2,0-Liter-Vierzylinder-Twinturbo

Beim GP handelt es sich um eine Art extremeren Sportler. Dessen Neuauflage, außen zu erkennen am speziellen Design von Front- und Heckschürze, an weit geöffneten Lufteinlässen, größeren Leichtmetallrädern und markantem Spoiler hinten sowie sportlichem Sound, habe im Kampf gegen die Uhr und die Tücken der anspruchsvollen Nordschleife bereits bemerkenswerte Leistungen gezeigt, indem sie beispielsweise mit Rundenzeiten zuletzt bei der Abstimmung im Rahmen der Serienentwicklung von fast einer halben Minute unter der Bestmarke des Vorgängers auftrumpfe. Der vorige GP hat demnach 8:23 Minuten geschafft, der Prototyp des Nachfolgers, ein über 300 PS starker 2,0-Liter-Vierzylinder mit Turbotechnologie, von den Münchnern Twinpower genannt, soll in weniger als acht Minuten durch die „Grüne Hölle“ unterwegs gewesen sein. Der Preis des Vorgängers von 2012 hat in Deutschland 36 600 Euro betragen. Mehr zu dem neuen Prototyp können die Münchner nach eigenen Angaben jetzt noch nicht sagen.

Clubman und Countryman noch stärker

Die Präsentation am Nürburgring hat Mini zugleich dafür genutzt, seine bislang „mit Abstand stärksten, jemals für den Straßenverkehr zugelassenen Modelle“ in den 60 Jahren des Bestehens der Marke vorzuführen. Der Turbo mit 306 PS und 450 Newtonmetern in den zwei John Cooper Works Clubman und Countryman, beim Vorgängerantrieb noch 231 PS, könnte dabei durchaus andeuten, in welche Richtung es ebenfalls beim GP geht.

Bis zu 450 Newtonmeter Drehmoment

Der aufgeladene, nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d-Temo eingestufte Vierzylinder im Clubman und Countryman ist mit Achtgang-Steptronic-Sportgetriebe, mechanischer Differenzialsperre vorn, All4-Allrad, spezifischer Fahrwerkstechnik sowie zusätzlichen Modifikationen zur Versteifung von Karosseriestruktur, Motor- und Fahrwerksanbindung kombiniert. Das Drehmoment haben die Entwickler gleich um 100 auf 450 Newtonmeter angehoben. Clubman und Countryman beschleunigen in 4,9/5,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die höchste Geschwindigkeit ist erstmals bei Modellen von Mini auf 250 Stundenkilometer begrenzt. Der Verbrauch findet sich beim individuelleren Clubman-Sechstürer im Mix mit maximal 7,4, beim robusteren Countryman mit maximal 7,3 Litern so zumindest im Datenblatt.

GP-Einführung in 2020

Die Produktion startet im Juli. Danach erfolgt die Einführung. Der John Cooper Works Clubman ist ab 44 900, der John Cooper Works Countryman ab 46 900 Euro zu haben. Die Marktpremiere des John-Cooper-Works-Spitzenmodells GP ist erst 2020 vorgesehen. Schon im November 2019 soll dagegen die Fertigung des ersten rein elektrisch angetrieben Mini Cooper SE beginnen.

KoCom/Fotos: Günther Koch

22. Juni 2019

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