Donnerstag, 22. August 2019

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Blinklicht

"2004 hat der Diesel den Camry aus deutschen Verkaufsräumen gedränt. Unsere Modellpalette sah in Europa keinen Diesel mehr vor, der damals in Europa immer populärer wurde. In einer Zeit, in der sich Privat- und Flottenkunden vermehrt nach einer zukunftsfähigen Antriebsvariane umsehen, erlebt der Camry in Europa sein Comeback - als Hybrid!."

Toyota aus Anlass der Rückkehr seiner sich nun vor allem an Gewerbekunden richteten Mittelklasse-Stufenhecklimousine. (gk)

Auf der Pole Position

Cupra schickt mit dem Performance-Ateca sein erstes Serienmodell an den Start

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der 300-PS-Ateca der neuen Seat-Markentochter Cupra setzt auf Performance. Fotos: Koch

Barcelona – Vamos! Cupra, vorher das sportlichste Modell in bestimmten Seat-Baureihen, jetzt eine auf Performance- und Racing-Fahrzeuge spezialisierte Submarke der spanischen Volkswagen-Tochter, kann mit dem Verkaufen beginnen, denn das erste Modell unter dem nunmehr eigenen Label ist da: Ab Ende November steht der ab 42 850 Euro teure Cupra Ateca bei den Händlern. „Wir haben noch keine wirklichen Wettbewerber“, sagt Verkaufschef Khaled Soussi bei der Fahrvorstellung gerade in Barcelona. Der Jaguar E-Pace könnte von den Daten her vielleicht vergleichbar sein. Deutsche Premiumhersteller sind jedenfalls auch preislich deutlich höher anzusiedeln. 

Markanter Auftritt

Das Auto: Der Cupra Ateca, sauber verarbeitet, recht wertig anmutend, 4,37 Meter lang, Radstand 2,63 Meter, Kofferraum 485 bis 1579 Liter, baut auf dem Seat Ateca auf. Der obere Kühlergrill ist in Wabenform gehalten. Voll-LED-Scheinwerfer, markante Schürzen und breite Schweller unterstreichen den fast aggressiv-dynamischen Auftritt des tiefergelegt und satt auf der Straße stehenden fünftürigen Fünfsitzers. Schwarz glänzende Details bestimmen das Außendesign. Gleich vier Endrohre am Heckdiffusor und große 19-Zoll-Leichtmetallräder mit Felgen im Rautenstil und 245er-Reifen betonen den genauso sportlichen wie eleganten SUV-Look. Im digitalen Cockpit ist das Multimediasystem samt Navigation mit Achtzoll-Touchscreen-Monitor kombiniert. Die Sitze sind mit Alcantara-Leder gepolstert. Das Lederlenkrad weist kupferfarbene Nähte auf. Die Pedale bestehen aus Aluminium. Wie beim Seat-Pendant ist die Bedienung rasch im Griff.

Schon die Frontpartie ist markant. Das Markenlogo erinnert an indianische Stammeszeichen.

Umfangreicheres Basispaket

Die Ausstattung: Es gibt nur eine. Unter anderem Dachreling, Heckspoiler, Schaltwippen am Lenkrad, sportliche Komfortsitze, Zweizonen-Klimaautomatik, Multimediasystem, Radio, Navigation, Vernetzungsbox, Smartphone-Einbindung, Tempomat, Müdigkeitserkennung, Top-View-, Rückfahrkamera, Umfeldbeobachtung, City-Notbremsfunktion und Parklenkassistenz gehören dabei schon zum Grundumfang.    

Unter der Haube ist ein 2,0-Vierzylinder-Turbobenziner am Werk. Das Cockpit ist übersichtlich.

Mit 300 PS starkem Turbo

Der Antrieb: Der hat es wirklich in sich! Bei dem 300 PS starken Vierzylinder handelt es sich um einen hoch bis 6500 Touren drehenden 2,0-Liter-Turbo mit kraftvolleren 400 Newtonmetern über ein breites Band von 2000 bis 5200 Umdrehungen pro Minute, der den leer 1615 Kilo schweren 4Drive-Allradler Sportwagen-ähnlich in 5,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 bringt, ihn in der Spitze bis zu 247 Stundenkilometer schnell macht. Eine sehr gut abgestufte Siebengang-Box mit Doppelkupplung überträgt die Kraft auf die Räder. In Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Funktion geben die Spanier den Mixverbrauch zumindest im Datenblatt mit 7,4 Litern an.

Heckansicht mit Markenlogo und Modellschriftzug. Das Gepäckabteil fasst 485 bis 1579 Liter.

Adaptives Sportfahrwerk

Das Fahren: Bei uns hat der Bordcomputer am Ende nach wechselnden Stadt-, Landstraßen- und mit so einem Wagen natürlich spritzigeren Autobahnfahrten durch Katalonien 9,2 Liter angezeigt; bei permanentem Tritt aufs Gaspedal dürfte die Zehnliter-Marke allerdings doch ziemlich schnell erreicht und sogar überschritten sein. Standard ist die adaptive Regelung des Sportfahrwerks, die sich automatisch den jeweiligen Fahrsituationen und dem individuellen Fahrverhalten anpasst. Über die Auswahl einzelner Modi wie Normal, Sport, Individual, Schnee und Offroad sind verschiedene Fahrprofile wählbar, die Lenkunterstützung, Gasannahme, Schaltkennlinie und Fahrwerksabstimmung beeinflussen. Der Cupra-Modus schärft den Motor nach, lässt den Auspuff noch kerniger klingen. Die elektromechanische Servolenkung gibt überaus direkte Rückmeldung von der Straße. Die Hochleistungsbremsen mit dunklem Bremssattel packen standfest zu. Als Kompakt-SUV kann dieser Ateca Lasten immerhin bis 2100 Kilo an den Haken nehmen.

Heck-/Seitenansicht. Und so sieht das tiefergelegte Hochleistungs-Kompakt-SUV-Modell von der Seite aus.

Bis 2020 vier weitere Modelle

Alles in allem: Im Vergleich zum bisher teuerste Seat-Pendant, dem Ateca FR, steht der Cupra Ateca mit fast 14 000 Euro mehr in der Liste. Alle Seat-Partner dürfen ihn verkaufen. 107 von ihnen sind als sogenannte Cupra Specialists eingestuft. Verkaufschef Soussi verweist auf ein ausgewähltes Händlernetz von rund 280 Stützpunkten in Europa, nennt Deutschland den „Pole-Position-Markt“ für die neue Marke. So haben etwa die Verkäufe des Leon Cupra bei uns von Januar bis September um 64 Prozent auf 4825 Einheiten zugelegt. Ob das Cabrio schon das angekündigte nächste „Cupra Special Model“ ist, sagt Soussi noch nicht. Bis 2020 sind aber drei weitere Cupra vorgesehen, darunter der Cupra Leon und der Cupra Leon-Kombi ST. Der Name Cupra leitet sich übrigens von Cup Racing oder Cup Racer ab. Das Logo der neuen Marke erinnert an indianische Stammeszeichen, soll zugleich Werte wie Leidenschaft, Präzision, Entschlossenheit und Mut vermitteln. Rund um die Autos entsteht zudem eine eigene Markenwelt.

Datenblatt

Motor: Vierzylinder-Turbobenziner. Hubraum: 2,0 Liter. Leistung: 221/300 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/2000-5200 Beschleunigung: 5,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 247 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Cupra Mixverbrauch 7,4 Liter pro 100 Kilometer, 168 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Preis: 42 850 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

2. November 2018

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