Sonntag, 28. November 2021

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  • GALERIA AUTO Maybach fährt mit noch mehr Luxus auf Rädern als Acht- und Zwölfzylinder vor. Foto: Günther Koch
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Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Wie im Western

Ford Ranger jetzt auch in neuen Ausstattungslinien als Wolftrak, Stormtrak und Raptor Special Edition

Von Günther Koch/Life-Magazin

Asphalt/Gelände-Cowboys: (von links): Ranger-Pickups Stormtrak, Raptor Special Edition, Wolftrak. Fotos: Koch         

Kreuth/Tegernsee – Bis zur Neuauflage ist es nicht mehr lange hin: Die nächste Generation seines neuen Rangers kündigt Ford schon für 2022 an, hat in Vorbereitung darauf gerade in Kreuth am Tegernsee mit dem Wolftrak und dem Stormtrak zwei neue Sonderauflagen sowie mit dem Raptor Special Edition ein exklusiveres Sondermodell des Pickups vorgestellt. Fahrzeuge dieses Typs scheinen inzwischen auch in Deutschland nur noch bedingt Exoten zu sein. So sind 2020 mit dem Isuzu D-Max, Mitsubishi L200, Nissan Navara, Renault Alaskan, SsangYong Musso/Musso Grand, Toyota Hilux und VW Amarok neben dem Ranger von Ford gleich noch acht weitere Pickups auf dem Markt gewesen.

Steigende Marktanteile

Der Ranger wird seit 1982 gebaut, läuft für den Weltmarkt in verschiedenen Ländern vom Band. Frank Ehlert, zuständiger Chef-Programm-Ingenieur bei Ford in Europa, verweist auf weiter steigende Marktanteile für den Pickup nicht nur in Europa, wo er demnach bereits seit 2015 das „meistverkaufte Fahrzeug in seinem Segment“ ist, sondern auch in Deutschland, wo der Autobauer zuletzt mit rund 6100 verkauften Einheiten 2020 etwas mehr als ein Drittel der gesamten Pickup-Verkäufe geschafft hat und von Januar bis September 2021 schon wieder auf fast 5800 Einheiten gekommen ist.

Für unterschiedliche Bedürfnisse

Den normalen Ranger gibt es aktuell bei uns zu Einstiegspreisen netto/brutto ab 30 090/35 870 bis 58 845/70 025 Euro als Einzelkabiner, Fahrgestell, Extrakabiner und Doppelkabiner. Er ist als XL, XLT, Limited, Wildtrak und Raptor zu haben. 2,0-Liter-Turbodiesel mit 130, 170 und 213 PS stehen zur Wahl. Die neuen Ausstattungslinien, sagt Ehlert, seien auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse ausgelegt. So baue der Wolftrak auf dem Ranger XLT als Extrakabiner und Doppelkabiner auf, sei eher nutz- und zweckorientiert. Beim Stormtrak handele es sich um eine wertiger ausgestattete Premiumversion auf Wildtrak-Grundlage ebenfalls als Extrakabiner und Doppelkabiner. Den Doppelkabiner Raptor Special Edition beschreibt Ehlert als „mutiges, optisch aufgewertetes Fahrzeug“ auf Raptor-Basis. Die wichtigsten Daten sind:

Der Ranger Wolfrak soll für verlässliche Offroad-Performance stehen, ...

(Wolftrak) Vierzylinder-Turbodiesel. 2,0 Liter Hubraum: 125/170 kW/PS. Maximal 420 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 bis 2500 Umdrehungen pro Minute. In 11,3/11,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. 180 Stundenkilometer Spitze. Sechsgang-Schaltgetriebe als serienmäßige Kraftübertragung. Allrad. Laut Ford Mixverbrauch nach WLTP 8,2/8,9 Liter pro 100 Kilometer, 214/233 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm Euro-6d. Grundpreis: Ab 35 390/42 114 Euro. 

... der Ranger Stormtrak mit höherwertigerer Ausstattung vorfahren und ...

(Stormtrak): Vierzylinder-Biturbodiesel. 2,0 Liter Hubraum. 153/213 kW/PS. Maximal 500 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 bis 2000 Umdrehungen pro Minute. In 9,0 Sekunden von 0 auf Tempo 100. 180 Stundenkilometer Spitze. Zehngang-Automatik als serienmäßige Kraftübertragung. Allrad. Laut Ford Mixverbrauch nach WLTP 9,2 Liter pro 100 Kilometer, 241 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm Euro-6d. Grundpreis: Ab 46 885/55 793 Euro.

... der Ranger Raptor Special Edition als besonders taffe Variante gelten.

(Raptor Special Edition) Vierzylinder-Biturbodiesel. 2,0 Liter Hubraum. 156/213 kW/PS. Maximal 500 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 bis 2000 Umdrehungen pro Minute. In 10,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. 170 Stundenkilometer Spitze. Zehngang-Automatik als serienmäßige Kraftübertragung. Allrad. Laut Ford Mixverbrauch nach WLTP 10,6 Liter pro 100 Kilometer, 278 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm Euro-6d. Grundpreis: Ab 58 835/70 014 Euro.

Mit verschiedenen Fahrprogrammen

Mit Pickups, insbesondere den mehr Lifestyle-artigen, ist man ingesamt zwar nach wie vor etwas robuster unterwegs, aber inzwischen doch längst schon weiter weg vom holprigen Fahrgefühl vergangener Nutzfahrzeug-Tage. Hinzu kommt eine noch immer bemerkenswerte Geländefähigkeit, wie sie die neuen Ranger-Sondermodelle in einer Kiesgrube bei Huglfing gezeigt haben. Für Technik-Interessierte: Chassismäßig sind beim Wolftrak und Stromtrak vorn Doppelquerlenker-Aufhängung mit Schraubenfedern verbaut, hinten Blattfedern und Stabilisator. Der Raptor kommt vorn mit Einzelradaufhängung samt Aluminium-Querlenkern daher, hinten mit Schwertlenker-Hinterachse samt Multilink-Einzelradaufhängung. Die Servolenkung ist überall elektromechanisch unterstützt. Beim Wolftrak und Stormtrak sorgen hinten Trommelbremsen für Verzögerung, beim Raptor sind es wie vorn auch hinten innenbelüftete Scheiben. Der Wolftrak fährt auf 17-Zöllern mit 265er-Reifen vor, der Stromtrak auf 18-Zöllern, der Raptor auf 17-Zöllern mit 285er-Reifen.

Der Allrad ist elektronisch zuschaltbar

Der während der Fahrt elektronisch zuschaltbare Allrad des Trios verfügt über variable Drehmomentverteilung mit den Modi Heckantrieb mit normaler Übersetzung, Allradantrieb mit normaler Übersetzung und Allradantrieb mit Geländeuntersetzung. Beim Wolftrak und Stormtrak ist er mit zwei Geschwindigkeiten kombiniert. Beim Raptor erlaubt das Geländemanagement mit Normal, Sport, Gras/Schotter/Schnee, Schlamm/Sand, Fels und Baja noch sechs frei wählbare Fahrmodi. Die er auch zu brauchen scheint, denn in einem Video muss er in einem Spaghetti-Western-Szenario einer Bande schießwütiger Banditen entkommen, wobei ihm die anderen Ranger-Modelle natürlich helfend zur Seite stehen ...

Noch robuster und leistungsfähiger

Und was ist mit dem neuen Ranger, der zuletzt noch Validierungs- samt entsprechendem Testprogramm durchlaufen hat? Der, versichert Ford-Mann Ehlert schon mal, werde der „robusteste, leistungsfähigste und bestvernetzte aller Zeiten“ sein.

KoCom/Fotos: Günther Koch

27. Oktober 2021