Montag, 29. November 2021

FB Logo für GK 1

  • A Opel Astra I 130721 Slide Auto
  • A Citroen C3 Aircross 060721 Slide Auto
  • A Mercedes CLS 110621 Slide Auto
  • A Renault Arkana 230621 Slide Auto
  • A Mercedes Maybach S Klasse 160621 Slide Auto
  • A Hyundai Bayon 090621 Slide Auto
  • GALERIA AUTO Opel liefert Neuauflage seines Astra-Fünftürers ab Anfang 2022 aus. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Citroën hat sein kompaktes City-SUV-Modell C3 Aircross aktualisiert. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Mercedes hat sein großes Oberklasse-Coupé CLS modellgepflegt. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Renaults neuer Arkana fährt nach Mild- jetzt auch gleich als Vollhybrid vor. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Maybach fährt mit noch mehr Luxus auf Rädern als Acht- und Zwölfzylinder vor. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Hyundai startet neuen Klein-Crossover-SUV Bayon / Benziner auch als Mildhybrid. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"999"

Tempolimit-Anzeige in einem Kleinwagen bei unserem "Auto im Alltag"-Test. (gk)

"Soll ich Sie mal zusammen mit dem Auto fotografieren?"

Netter Passant, der gesehen hat, dass wir Aufnahmen von einem sportlichen Testwagen gemacht haben. (gk)

"Geh' Ford"

Abgewandelter "Geh' fort"-Fernsehspruch von Heinz Becker/Gerd Dudenhöffer. (gk)

Noch sportlicher

Mercedes CLS modellgepflegt / Fünf Motorisierungen für Coupé / 194 bis 435 PS / AMG-Spitzenmodell limitiert

Von Günther Koch/Life-Magazin

Mercedes hat den Oberklasse-CLS, hier als stärksten Diesel 400d 4Matic, überarbeitet. Fotos: Koch

Immendingen – Formschön ist er schon immer gewesen. Beim im Prüf- und Technologiezentrum Immendingen nicht weit vom Bodensee gerade vorgestellten Facelift seines jetzt ab 60 755 Euro teuren CLS setzt Mercedes nun auch noch auf sportlichere Optik und stärkere Individualisierung. Mit dem viertürigen Coupé treten die Stuttgarter nach wie vor gegen Premiumkonkurrenten wie Audi A7 und BMW 6er GT an. Die ersten Auslieferungen sind noch für August vorgesehen.

Noch die dritte Generation

Das Auto: Der CLS wird seit 2004 gebaut. Die dritte Generation ist 2018 wieder ohne den Shooting-Brake-Kombi auf den Markt gekommen. Zum Modelljahr 2020 hat es in der Zwischenzeit bereits Änderungen gegeben, darunter bei der Telematik und den Motoren. Die jüngste Modellpflege reicht von der neuen Kühlermaske über gestraffte Ausstattung, neue Lenkradgeneration und erweiterten Farbfächer bis zur aufgefrischten Räderauswahl. An den Abmessungen ändert sich bei Überarbeitungen wie diesen in der Regel nichts. Für den CLS heißt das: 4,99 Meter lang, bis zu 2,07 Meter breit, 1,43 Meter hoch, Radstand 2,94 Meter, Kofferraum 490/520 Liter. Die nach hinten flach abfallende Dachlinie wirkt sich in Sachen Kopffreiheit weiterhin auf das Raumangebot im Fond aus. Auch die Rundumsicht könnte besser sein, bleiben die Fensterflächen doch vergleichsweise klein. Es gibt Autos, da folgt die Funktionalität eben dem Design. Für die einen trotz, für die anderen gerade wegen der fast schon überbordenden Digitalität im Cockpit ist die Bedienung rasch im Griff. Die volldigitalen Displays stehen kompakt in zweimal 10,25 oder als Widescreen mit zweimal 12,3 Zoll zur Wahl.

Das Design ist geschärft. Der Markenstern sitzt vorn im Kühlergrill und auf der Motorhaube.

Entweder vier oder sechs Zylinder

Der Antrieb: Aus der Übersicht gehen zunächst fünf Motorisierungen hervor. Es sind dies die beiden Sechszylinder-Turbobenziner 450 4Matic mit 367 PS (73 750 Euro) und das limitierte AMG-Spitzenmodell 53 4Matic (88 196 Euro) mit 435 PS sowie die drei Vier- und Sechszylinder-Turbodiesel 220d (60 755 Euro), 300d 4Matic (67 187 Euro) und 400d 4Matic (75 231 Euro) mit 194, 265 und 330 PS. Der integrierte Startergenerator des neuen mittleren Selbstzünders stellt wie bei den beiden Benzinern kurzeitig per Boost zusätzlich Leistung (+20/+22 PS) und Drehmoment (+200/+250 Newtonmeter) zur Verfügung. Die 2,0- und 3,0-Liter-Aggregate, alle freigegeben nach der Abgasnorm Euro-6d, beschleunigen die leer 1800 bis 1985 Kilo schweren, viertürigen Oberklasse-Fünfsitzer schon dank Basisdrehmomenten von 400 bis 700 Newtonmetern in 4,5 bis 7,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 235 und 250 Stundenkilometer schnell. Eine sehr gut abgestufte, beim AMG als Speedshift nochmal deutlich sportlicher ausgelegter Neungang-Automatik überträgt bis auf den Einstiegsdiesel die Kraft auf alle vier Räder. In Verbindung damit geben die Stuttgarter den nach dem WLTP-Messzyklus ermittelten Mixverbrauch mit 4,8 bis 9,0 Litern an.    

Den CLS 400d 4Matic treibt ein 330-PS-Turbodiesel an Im Cockpit geht es überaus modern zu.

Mit bekannten Tugenden der Marke

Das Fahren: Wir sind im 330-PS-Allraddiesel unterwegs gewesen, dessen Bordcomputer bei uns am Ende nach normalen Fahrprofilen ohne Autobahn bei eher moderater und konstanter Fahrweise ohne häufigere Lastwechsel 7,3 (statt maximal 6,5) Liter angezeigt hat. Der Sechszylinder-Reihenmotor ist nicht nur kräftig, er zeigt auch vorbildliche Laufkultur. Die Fahrleistungen sind mit Blick auf die üppigen 330 PS und eben die gewaltigen 700 Newtonmeter Drehmoment entsprechend souverän. Abgesehen davon trumpft der CLS mit bekannten Mercedes-Tugenden auf: Neben dem hohen Sicherheitsniveau und der Verarbeitung samt Materialauswahl von erster Güte ist dies der über jeden Zweifel erhaben Fahrkomfort, zumal mit optionaler Luftfederung an Bord. Bereits das Komfortfahrwerk ist mit Tieferlegung verbunden. Über verschiedene Fahrprogramme ist die Charakteristik von Motor, Getriebe, Fahrwerk und Lenkung passend zur Fahrsituation von dynamisch im Modus Sport über entspannt im Modus Komfort bis hin zu sparsam im Modus Eco einstellbar. Die Lenkung gibt ausreichend direkte Rückmeldung von der Straße. Die Scheibenbremsen packen standfest zu.

Blick auf die Modellkennung hinten. Das Gepäckabteil fasst in diesem Fall 520 Liter.

Verschiedene Lines und Pakete

Die Ausstattung: Es gibt verschiedene Lines und Designpakete. Hinzu kommen Mercedes-AMG und Businesspaket. Serie schon im Basismodell sind etwa LED-Hochleistungsscheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik, Touchpad, Digitalradio, Festplatten-Navigation, erweiterte „Hey, Mercedes“-Multimediafunktion, Vernetzung, Ablagepaket, Ambientebeleuchtung, Müdigkeitswarner, Adaptivbremse, aktive Brems-, Spurhalteassistenz, Multifunktionslederlenkrad, Polster mit Ledernachbildung und 18-Zoll-Leichtmtallräder mit vorn hinten 245/275er-Reifen. 

Heck-/Seitenansicht des viertürigen Fünfsitzers. Und so sieht das große Coupé von der Seite aus.

Ob Normal- oder Hochleistung

Alles in allem: Der AMG ist in vielen Details geschärft. Neue Sonderausstattungen ermöglichen eine noch sportlichere Ausrichtung des großen Coupés. Auch nach der Modellpflege bleibt es, egal ob Normalversion oder auf Hochleistung getrimmt, zwar teuer in Anschaffung und Unterhalt, bietet unterm Strich dafür aber auch jede Menge (CLS-)Klasse.

Datenblatt

Motor: Zwei Sechszylinder-Turbobenziner, drei Vier- und Sechszylinder-Turbodiesel. Hubraum: 2,0, 3,0 Liter. Leistung: 143/194 bis 320 (+16)/435 (+22) kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1600-2800 bis 700/1200-3200 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,5 bis 7,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 235, 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Mercedes Mixverbrauch nach WLTP 4,8 bis 9,0 Liter, 128 bis 206 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 60 755 bis 88 196 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

11. Juni 2021