Mittwoch, 14. April 2021

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Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Mit hybrider Milde

Land Rover bietet für aufgefrischten Discovery neue Motoren mit 48-Volt-Technologie an

Von Günther Koch/Life-Magazin

Beim aufgewerteten Discovery hat sich außen eher wenig, unter der Haube dagegen mehr getan. Fotos: Koch

Essen – Eigentlich kann man ihn ganz leicht erkennen: Der Discovery ist der Land Rover mit dem asymmetrisch versetzten Nummernschild am Heck. Ihn haben die Briten jetzt aufgewertet ins Modelljahr 2021 geschickt, die aktualisierte Auflage, Einstiegspreis ab 62 045 Euro, gerade in Essen vorgestellt. Mit der sind sie im Premiumbereich weiter im Umfeld größerer SUV wie Audi Q7, BMW X5, Mercedes GLE und Volvo XC90 unterwegs.

Fünfte Generation

Das Auto: Den Discovery gibt es schon seit 1989. Die nun aufgefrischte fünfte Generation des bis zu siebensitzigen SUV ist seit 2017 am Start, 4,95 Meter lang, 1,88 Meter hoch, 2,00/2,07 Meter breit, Radstand 2,92 Meter, Kofferraum als Fünfsitzer bis zu 2485, als Siebensitzer 258 bis 1954 Liter. Außen, erläutert Michael Küster, sind die Änderungen im Rahmen der Überarbeitung von den markanter gezeichneten LED-Scheinwerfern und LED-Heckleuchten bis hin zu den modifizierten Stoßfängern eher moderat geblieben. Unter der Haube habe sich dagegen, so der Markensprecher, eine ganz Menge getan. Innen ist die Mittelkonsole neu gestaltet. Das Infotainment mit dem 11,4-Zoll-Touchscreen ist dank deutlich weniger Bedienschritte endlich intuitiver und damit leichter handhabbar. Die Vernetzung samt Möglichkeit der Software-„Over the air“-Updates hat sich verbessert. Die Sitze in Reihe zwei sind komfortabler. Und ein neues System zur Ionisierung der Innenraumluft mit Spezialfilter macht die Luft sauberer, indem es schädliche Partikel entfernt.

Blick auf die recht bullig wirkende Frontpartie mit dem Modellschriftzug und dem Markenlogo vorn. 

Zwei Benziner, zwei Diesel

Der Antrieb: Ihrem automobilen Entdecker haben die Briten neue Motorisierungen, freigegeben nach der Abgasnorm Euro-6d, spendiert. Die beiden Vier- und Sechszylinder-Turbobenziner sind 300 und 360, die beiden Sechszylinder-Turbodiesel 249 und ebenfalls 300 PS stark. Bis auf den kleineren Benziner sind alle mit Blick auf mehr Effizienz in der Leistung als Mildhybrid mit Riemen-Startergenerator und 48-Volt-Technik ausgelegt. Die 2,0 und 3,0 Liter großen Aggregate stellen ab 1250 bis 1750 Touren schon früh im Durchzug stärkere Drehmomente zur Verfügung, 400 und 500 Newtonmeter bei den Benzinern, 570 und 650 bei den Diesel. Sie beschleunigen diese leer 2232 bis 2437 schweren Land Rover in 6,5 bis 8,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, schaffen 194 bis 209 Stundenkilometer in der Spitze. Überall überträgt eine sehr gut abgestufte Achtgang-Automatik die Kraft auf alle vier Räder. Den kombinierten Verbrauch geben die Briten nach NEFZ2 bei den Benzinern mit 9,1 bis 9,5, bei den Diesel mit 7,3 bis 7,4 Litern an. Wir sind im 300-PS-Diesel-Discovery SE unterwegs gewesen, dessen Bordcomputer bei uns in Sachen Spritkonsum in hügeliger Landschaft am Ende nach normalen Orts-, Landstraßen- und zügigeren Autobahnfahrprofilen doch 10,6 Liter angezeigt hat.

Unter der Haube ist hier der 300-PS-Selbstzünder am Werk. Die Haptik innen ist deutlich wertiger.

Mit ordentlich Kraft im Vorwärtsdrang

Das Fahren: Der Sechszylinder, der in diesem Fall selbst Lasten bis 3,5 Tonnen an den Haken nehmen kann, schiebt beim Tritt aufs Gaspedal ziemlich kraftvoll voran. Sein Gewicht merkt man ihm in flotter durchfahrenen Kurven schon etwas an. Unter anderem An-/Abfahrhilfe am Berg, Straßen-, Geländeuntersetzung und Wankneigungskontrolle sind Standard. Was das Adaptivfahrwerk betrifft, federt es ausreichend komfortabel. Unser Testwagen hat die elektronisch geregelte Luftfederung und das aktive Sperrdifferenzial an der Hinterachse an Bord gehabt. Kernstück der weiterentwickelten Terrain-Response-Geländeassistenz mit den Programmen Normal, Gras/Schotter/Schnee, Schlamm, Sand und Felsen ist das automatische Erkennen der aktuellen Fahrbedingung. Mit der All Terrain Progress genannten Kontrolle lässt sich bei niedrigem Tempo bis 30 Stundenkilometer auch unter schwierigeren Verhältnissen eine konstante Geschwindigkeit einhalten. Beim neuen Allrad leitet das System die Antriebskraft automatisch zu der Achse, die sie gerade am meisten benötigt. Die elektromechanische Servolenkung könnte unterm Strich noch etwas direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die vorn und hinten innenbelüfteten Scheibenbremsen sorgen dagegen für standfeste Verzögerung.

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. Modellschriftzug, Markenlogo, Motorisierungskennung hinten. 

Schon umfangreicheres Basispaket

Die Ausstattung: Schon das Grundmodell verlässt etwa mit LED-Scheinwerfern, LED-Heckleuchten, Zweizonen-Klimaautomatik, Infotainment, 11,4-Zoll-Touchsreen, Digitalradio, Vernetzung einschließlich Smartphone-Einbindung, Soundsystem, Multifunktionslederlenkrad, Einparkhilfe, Tempomat samt Begrenzer, 3D-Surround-Kamerasystem, Anhängerstabilisierung, Aufmerksamkeits-, Notfallbrems-, Spurhalteassistenz, Verkehrszeichenerkennung mit Adaptivbegrenzung und 19-Zoll-Leichtmetallrädern mit 235/255er-Reifen das Werk. Insgesamt sieben Lines gibt es. SE ist die zweite über der Basisausführung. Unser SE-Testwagen war zusätzlich etwa mit Panoramadach, Totwinkelwarner, Totwinkelspurhilfe sowie Kollisionswarner beim Rückwärtsfahren bestückt. Die dritte Sitzreihe kostet ab 1487 Euro extra.

Das Nummernschild hinten ist asymmetrisch versetzt. Das Stauabteil fasst bis 2485 oder bis zu 1954 Liter.

Sport-Bruder ist kompakter

Alles in allem: Der markenintern über dem kompakteren Sport-Namensbruder platzierte Discovery macht schon was. Für Familien und Aktive kommt er flexibel daher. Wertigkeit und haptische Anmutung innen sind gestiegen. Die Antriebe sind effizienter, die Diesel sauberer. Die neue Modellversion R-Dynamic rollt optisch sogar noch etwas selbstbewusster über die Straße. Geblieben ist das asymmetrisch versetzte Nummernschild am Heck. Als eine Art Alleinstellungsmerkmal.

Datenblatt

Motor: Zwei Vier- und Sechszylinder-Turbobenziner, darunter ein Mildhybrid, zwei Sechszylinder-Mildhybrid-Turbodiesel. Hubraum: 2,0, 3,0 Liter. Leistung: 221/300, 265/360, 183/249, 221/300 kW/PS. Maximales Drehmoment: 400/1500-4500, 500/1750-5000, 570/1250-2250, 650/1500-2500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,3, 6,5, 8,1, 6,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 201, 209, 194, 209 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Land Rover Mixverbrauch nach NEFZ2-Angaben 9,1-9,5, 9,3-9,5, 7,3-7,4, 7,3-7,4 Liter pro 100 Kilometer, 207-216, 210-213, 194-196, 194-196 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Abgasnorm: Euro-6d. Grundpreis: 62 045 bis 87 509 Euro. 

KoCom/Fotos: Günther Koch

25. März 2021