Mittwoch, 14. April 2021

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Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Coupés auf Speed

BMW-Power (II): Der neue M4 / Erst zweite Generation seit 2014 / Sechszylinder-Biturbo wie beim M3

Von Günther Koch/Life-Magazin

Das neue BMW M4 Coupé ist ebenfalls als Competition zu haben. Fotos: BMW/Wolfgang Groeger-Meier

Garching/Maisach – Motoren dröhnen, Reifen quietschen. Den Rehen auf dem eingezäunten weitläufigen Areal der BMW Driving Academy in Maisach scheint das wenig auszumachen. Ein kurzer prüfender Blick – und die sonst eigentlich doch so übervorsichtigen Vierbeiner ziehen einfach gemächlich weiter. Selbst dem neuen M4, gerade zusammen mit dem neuen M3 in Garching bei München und eben auf dem früheren Flughafengelände bei Fürstenfeldbruck vorgestellt, schenkt das Maisach-Wild nicht mehr Aufmerksamkeit als nötig. Dabei handelt es sich bei dem ab 84 000 Euro teuren BMW samt Competition ab 91 000 Euro um die am höchsten motorisierten Versionen der normalen 4er-Reihe, die bei 47 300 Euro beginnt, während der mit dem Zusatz M-Automobile schon etwas stärkere 4er ab 68 400 Euro in der Liste steht.

Etwas kleinerer Kofferraum

Das Auto: Der 3er ist die Limousine, der 4er das Coupé. Der M4, wie alle M von der M-GmbH entwickelt, stellt erst die zweite Generation seit 2014 dar, tritt wie der in den Abmessungen ähnliche M3 in der Premiummittelklasse gegen vergleichbar sportlichere, auf höhere Leistung getrimmte, kompaktere Audi-RS- oder Mercedes-AMG-Konkurrenten an, ist 4,79 Meter lang, 1,88 Meter breit, 1,39 Meter hoch, verfügt über 2,85 Meter Radstand, mit nur 440 aber auch über 40 Liter weniger Stauvolumen im Kofferraum, bringt leer 1775 und 1800 Kilo auf die Waage. Ebenfalls der breit auf der Straße stehende Zweitürer weist als neues Markengesicht den wuchtigen, vertikal ausgerichteten Kühlergrill auf, der den Wagen förmlich auf die Straße zu drücken scheint. Die Radhäuser mit markanten Kiemen sind kraftvoller modelliert, die Seitenschweller mit Anbindung an Front- und Heckschürze weit ausgestellt. Im Karbon-Leichtbaudach fallen aerodynamisch optimierte Finnen auf. M-typisch sind die doppelten Endrohrpaare. Das Sportcockpit mit M-spezifischen Anzeigen und Bedienelementen mutet ergonomisch verbessert an. Die Sportsitze sind neu entwickelt worden.

Der vertikal ausgerichtete Kühlergrill mit dem Markenlogo darüber dominiert die wuchtige Front.

3,0-Liter-Sechszylinder mit 480 und 510 PS

Der Antrieb: Die Leistungsdaten des hoch bis 6250 Touren drehenden 3,0-Liter-Sechszylinder-Biturbobenziners, Abgasnorm Euro-6d, lesen sich weitgehend identisch: 480 und 510 PS. 550 und 650 Newtonmeter über ein breites Band von 2650 bis 6130 und 2750 bis 5500 Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung 4,2 und 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit der Coupés auf Speed, elektronisch abgeregelt, 250 Stundenkilometer. Erst Hinterrad-, später auch Allradantrieb. Manuelles Sechsgang-Getriebe, im Competition Achtgang-Box mit Doppelkupplung, mit Drivelogic-Funktion in höchster Stufe für maximale Gangwechsel-Geschwindigkeit sowie mit Komfort-, Sport- und Sport-Plus-Modi. Den kombinierten Verbrauch geben die Münchner nach dem realistischeren WLTP-Messzyklus fürs M4 Coupé im Mix mit bis zu 10,5, für den M4 Competition mit maximal 10,2 Litern an, zumindest im Datenblatt.

Der Benziner wird von gleich zwei Turboladern beatmet. Im Cockpit geht es (renn-)sportlich zu.

Mit fast spielerischem Handling bis in Grenzbereich

Das Fahren: Die Grundkonstruktion wirkt steifer. Motor, Lenkung und Getriebe sprechen spontaner an. Beim Tritt aufs Gaspedal geht der M4 fahrdynamisch präzise, locker und leichtfüßig zu Werke, kann durch kraftvolle Agilität und fast spielerisches Handling hoch bis in den Grenzbereich hinein punkten, was unterm Strich zweifellos auch damit zu tun haben dürfte, dass die Traktionskontrolle erstmals in zehn (!) Stufen einstellbar, dazu mit Begrenzung des Antriebsschlupfs kombiniert ist. Das adaptive M-Fahrwerk wartet mit elektronisch geregelten Dämpfern, variabel übersetzter Lenkung, Komfort- und Sportmodus sowie aktivem Sportdifferenzial auf. Vorder- und Hinterachse sind M-spezifisch modifiziert. Die Stabilitätskontrolle verfügt über Dynamikmodus, das Bremssystem über zwei Kennlinien für Ansprechverhalten und Pedalgefühl. Mittels Setup-Taste ist es möglich, direkt auf Einstellungen etwa für Motor, Fahrwerk, Lenkung und Bremsanlage zuzugreifen. Zwei Varianten des persönlichen Gesamtsetups sind über Tasten am Lenkrad abrufbar. Der M-Mode erlaubt, Eingriffe der Fahrhilfen und Anzeigen im Instrumentenkombi oder im optionalen Headup-Display individuell zu konfigurieren. Alles ist wie schon beim neuen M3 noch konsequenter auf Performance ausgelegt.

Der Kofferraum hier fasst nur 440 (statt 480) Liter. Blick auf die Modellkennung hinten.

Basispaket schon umfangreicher bestückt

Die Ausstattung: Auch hier gibt es, was das Basispaket betrifft, von LED-Scheinwerfern über LED-Heckleuchten, Dreizonen-Klimaautomatik, Infotainment, 12,3-Zoll-Instrumenten-, 10,25-Zoll-Touchdisplay, Digitalradio, Navigation, Smartphone-Einbindung, M-Multifunktionslederlenkrad, Lederpolster, Tempomat mit Bremsfunktion, Aufmerksamkeitsassistenz, Spurverlassenswarner mit Fahrbahnrückführung, Frontkollisionswarner mit Bremseingriff, Auffahr- und Personenwarnung mit City-Notbremsfunktion bis hin zu den 18/19-Zoll-Leichtmetallräder mit 275/285er-Mischbereifung Parallelen zum M3. Ebenso ist der M4 Competition unter anderem mit M-Hochglanz-Shadowline in erweiterten Umfängen sowie mit Blick auf die Rennstrecke mit M-Trackmodus, M-Laptimer und M-Driftanalyse bestückt.

Heck-/Seitenansicht des Zweitürers. Und so sieht der M4 als Competition von der Seite aus. 

Nicht unwesentlicher Unterschied

Alles in allem: Ein Auto, das wie der M3 süchtig machen kann. An kompakter Power und herausragender Fahrdynamik fehlt es nämlich auch dem M4 nicht. Dessen Competition-Ausführung setzt wie beim M3 noch einen drauf. Bei beiden geht es dabei nicht nur um Renn-, sondern auch um Langstrecken- und Alltagstauglichkeit, begleitet vom entsprechenden Sound. Ein freilich nicht unwesentlicher Unterschied zwischen M3 und M4 dürfte sein, dass die Limousine mit den zwei zusätzlichen Türen und dem größeren Kofferraum die doch noch etwas nutzwertigere, weil diesbezüglich praktischere Wahl bleibt. Die Rehe auf dem Maisacher BMW-Areal indes scheint auch dies nicht im Geringsten zu interessieren ... Mehr

Datenblatt

(M4 Coupé/M4 Competition Coupé) Motor: Sechszylinder Twinturbobenziner. Abgasnorm: Euro-6d. Hubraum: 3,0 Liter. Leistung: 353/480, 375/510 kW/PS. Maximales Drehmoment: 550/2650-6130, 650/2750-5500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,2, 3,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: Elektronisch abgeregelt 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut BMW Mixverbrauch nach dem realistischeren WLTP-Messerverfahren 10,3-10,5, 9,9-10,2 Liter pro 100 Kilometer, 235-240, 227-233 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 84 000 Euro (M4 Coupé), 91 000 (M4 Competition Coupé).

KoCom/Fotos: Wolfgang Groeger-Meier

10. März 2021