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In höheren Sphären

Mercedes setzt S-Klasse mit Maybach die Krone auf / Flaggschiff des Flaggschiffs / Start im Frühjahr 2021

Von Günther Koch/Life-Magazin

Die Maybach-Limousine ist Spitzenmodell der Mercedes-S-Klassen-Baureihe. Fotos: Mercedes

Stuttgart/Guangzhou – Gerade erst hat Mercedes die S-Klasse vorgestellt, die im Dezember bei den Händlern stehen soll. Und schon präsentieren die Stuttgarter digital sowie kurz darauf auch schon analog bei einer Messe im chinesischen Guangzhou das Spitzenmodell der Baureihe, den Maybach, dessen Start bei uns für Frühjahr 2021 vorgesehen ist.

Länger als Langversion

Das Auto: 2015 hat Mercedes den Maybach quasi als Flaggschiff des Flaggschiffs eingeführt, ihn seitdem rund 60 000 Mal ausgeliefert. 2019 sind es den Angaben zufolge mit rund 12 000 Einheiten sogar so viele „wie nie zuvor“ gewesen. Wichtigste Märkte sind nach wie vor China, Russland, Südkorea, USA und Deutschland. Die Neuauflage, 5,46 Meter lang, 1,92 Meter breit, 1,51 Meter hoch, verfügt über 3,39 Meter Radstand, im Vergleich zur 5,28-Meter-S-Klassen-Langversion mit 3,21 Metern Radstand nochmals 18 Zentimeter mehr, die ganz dem Fond zugutekommen. Die Verarbeitung wirkt schon bei bloßer Bildbetrachtung präzise, die Anmutung hochwertig. Besonderheit als Option ist die Zweifarblackierung mit Trennstrich. Eine verchromte Finne verziert die Motorhaube. Der Kühlergrill weist markentypisch vertikale, dreidimensional gestaltete Zierstäbe auf. Innen geht es edel zu. Instrumententafel, Mittelkonsole und Armauflagen scheinen eine Einheit zu bilden, förmlich über einer weitläufigen Landschaft zu schweben. Es ist üppig Platz vorhanden. Ein angenehmes, freundlich-helles Raumgefühl stellt sich ein. Hinten sind die Türen breiter. Wer will, kann sie elektrisch angetrieben ordern. 

In Guangzhou in China ist der neue Maybach, rechts das Markenlogo, auch schon analog vorhgestellt worden. 

Teilweise elektrisch unterstützt

Der Antrieb: Was die Motoren betrifft, haben die Stuttgarter noch keine näheren Angaben gemacht, nur dass sie „kultivierte Kraft für effizienten Vortrieb“ anbieten wollen, die Aggregate aus dem Mercedes-Benz-Portfolio stammen und teilweise elektrisch unterstützt sind, wobei ein integrierter Startergenerator die Elektrifizierung übernimmt, indem er bis zu 15 Kilowatt Boostleistung bereitstellt, das spritsparende „Segeln“ beim Fahren mit gleichbleibender Geschwindigkeit unterstützt und Start/Stopp komfortabler macht. Allrad ist Serie. Eine Neunstufen-Automatik überträgt die Kraft auf die Räder. In der zunächst in den Handel kommenden neuen S-Klasse treiben vorerst zwei Sechszylinder-Turbobenziner als Mildhybrid und zwei Sechszylinder-Turbodiesel mit 286 bis 435 plus 22 PS die Normal- und Langversionen an.

Die Maybach-Limousine feiert Weltpremiere, das Maybach-Luxus-SUV GLS in China bereits Markteinführung.

Fahrwerk komfortabel abgestimmt

Das Fahren: Das Chassis ist laut Mercedes von den Entwicklern komfortabel abgestimmt worden, soll den Maybach „bemerkenswert handlich“ machen. Luftfederung mit kontinuierlicher Verstelldämpfung ist Standard. Der Fahrer kann die Charakteristik des Wagens individuell verändern. Das Dynamikprogramm offeriert einen eigenen, ganz auf Fahrkomfort fokussierten Modus. Die aufpreispflichtige Hinterachslenkung erhöht die Wendigkeit in der Stadt. Optional ist das vollaktive Fahrwerk auf 48-Volt-Basis zu haben, das die Fahrbahn scannt und langwellige Hindernisse glatt bügeln, zudem zusätzlich bei einem Seitencrash schützen soll, indem das Auto angehoben wird. Erstmals verringert eine aktive Kompensation der Fahrgeräusche unerwünschte, tieffrequente Geräusche innen mittels gegenphasiger Schallwellen. Mit dem Fahrpilot geht das hochautomatisierte Fahren bei Mercedes voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 in Serie. Auf geeigneten Autobahnabschnitten und bei hohem Verkehrsaufkommen kann die Elektronik dann dem Fahrer zumindest anbieten, das Fortbewegen vorerst bis zu den gesetzlich erlaubten 60 Stundenkilometern zu übernehmen.

Markentypisch Rosegold

Die Ausstattung: Das Infotainment ist noch persönlicher und intuitiver bedienbar, kann sich mit verschiedensten Systemen und Sensordaten vernetzen. Bis zu fünf Displays erleichtern das Steuern von Fahrzeug- und Komfortfunktionen. Serie ist das mit 12,8 Zoll, auf Wunsch stellt das 12,3 Zoll große andere Verkehrsteilnehmer dreidimensional mit markanten Tiefen- und Schatteneffekten dar. Es gibt mehr Möglichkeiten der Personalisierung. Eine spezielle Assistenz erkennt Bedienwünsche, interpretiert Blickrichtung, Handbewegungen und Körpersprache der Insassen, um mit automatischen Fahrzeugfunktionen je nach Situation zu helfen. Mittels 3D-Laserkamera kann der Maybach selbst Bewegungen und Gesten der Insassen hinten erfassen. So registriert der Ausstiegswarner etwa, wenn ein Fondpassagier den Wagen verlassen will. Als Option erlaubt eine besondere Scheinwerfer-Technologie mit Digitallicht neue Funktionen, etwa das Projizieren von Hilfsmarkierungen oder Warnsymbolen auf die Fahrbahn. Im Verbund mit den serienmäßigen Executive-Sitzen soll das Chauffeurspaket das hintere Abteil zum „komfortablen Arbeits- oder Ruheplatz“ werden lassen. Der klassische Luxus an Bord reicht von großen Zierteilen der Frontsitze über edle Holzschalen, die sich um die Rückseite von Fahrer- und Beifahrersitz schmiegen. Im First-Class-Fond ist ein ähnlich markantes Holzzierteil zwischen den Mitreisenden dort platziert. Markentypisch ist die immer wieder eingesetzte Farbe Rosegold, die man mag oder nicht. 

Verschieden kombinierbar

Alles in allem: Achtzylinder? Zwölfzylinder? Fest steht: Der Maybach ist mit verschiedenen Antrieben kombinierbar. Auch in Sachen Preis dürfte sich die S-Klassen-Krönung, das Flaggschiff des Flaggschiffs, natürlich in höheren Sphären bewegen. Konkreter geäußert haben sich die Stuttgarter offiziell dazu bislang aber ebenfalls noch nicht. Zum Vergleich: Die zum Start lieferbare teuerste S-Klassen-Langversion ist ab knapp unter 119 500 Euro zu haben. Der Achtzylinder-Vorgänger mit Hinterradantrieb soll zuletzt ab rund 140 000 Euro in der Liste gestanden haben. Spekuliert wird: Der Nachfolger könnte sich bei 180 000 Euro einpendeln. Mehr Luxus kostet eben auch mehr.

KoCom/Fotos: Mercedes

22. November 2020