Freitag, 30. Oktober 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Schluss mit Tarnung

Opel zeigt neuen Mokka / Wieder ohne X, dafür aber mit künftigem Markengesicht / Benziner, Diesel, Elektro

Von Günther Koch/Life-Magazin

Opel-Chef Michael Lohscheller stellt die zweite, diesmal auch elektrifizierte Mokka-Generation vor. Fotos: Opel

Rüsselsheim – Das Thema wird gefühlt sicher schon seit mehr als einem Jahr immer wieder gespielt: „Schluss mit der Tarnung“, sagt Opel-Chef Michael Lohscheller. Die Rüsselsheimer haben jetzt an ihrem Stammsitz im Rahmen der statischen Weltpremiere zum ersten Mal öffentlich den neuen Mokka gezeigt. Und dabei auch die Preise genannt, die für das im Umfeld deutscher Wettbewerber wie Ford Puma und VW T-Cross unterwegs befindliche kompakte City-SUV bei 19 990 Euro beginnen. Die gleich vom Start weg ebenfalls angebotene Elektroversion ist ab 32 158 Euro zu haben, wobei da der Umweltbonus noch abgeht. Die ersten Auslieferungen sind aber erst ab Anfang 2021 vorgesehen.

Auf modularer PSA-Plattform

Das Auto: Den Mokka hat Opel 2012, damals noch unterm General-Motors-Dach, in den Handel gebracht. In der überarbeiteten Version ist er zwischenzeitlich mit dem Zusatz X im Namen versehen gewesen, auf den die Rüsselsheimer nun aber wieder – wie wohl auch bei den anderen bisherigen X-Modellen – verzichten. Die komplett neu konstruierte zweite Generation, in Rüsselsheim designt und entwickelt, 4,15 Meter lang, 1,53 Meter hoch, Radstand bis zu 2,56 Meter, ordentlich Platz selbst im Fond, Kofferraum 350 bis 1105, beim Vollstromer etwas weniger bis 1060 Liter, baut auf einer modularen Plattform der französischen PSA-Gruppe auf, zu der Opel seit 2017 gehört. Die Neuauflage zeigt zudem das künftige Markengesicht unter anderem mit einem mutigen Äußeren, mit kurzen Überhängen, breitem Stand und optionaler Zweifarblackierung, hat ein volldigitales Cockpit mit überaus modernen, bis zu 12 Zoll großen Displays und nur noch wenigen Bedienknöpfen für die wichtigsten Funktionen an Bord.

Die Neuauflage ist kürzer, breiter und flacher. Die Front zeigt das künftige Markengesicht.

Vollstromer mit 136-PS-Aggregat

Der Antrieb: Zwei 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 und 130 PS, ein ab 23 000 Euro gelisteter 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 110 PS, alle Abgasnorm Euro-6d, und eben die 136-PS-Elektrovariante stehen zur Wahl. Die maximalen Drehmomente reichen von 205 über 230 und 250 bis 260 Newtonmeter. Damit beschleunigen die neuen Mokka in 9,0 bis 10,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, sind 188 bis 202 Stundenkilometer schnell. Sechsgang-Schaltgetriebe, beim 130-PS-Benziner Achtstufen-Box, beim Elektro-Mokka Automatik mit fester Übersetzung übertragen die Kraft auf die Vorderräder. Laut Opel soll sich der nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren ermittelte Spritkonsum im Mix bei 4,3 bis 6,0 Litern bewegen, was umgerechnet 114 bis 135 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer entsprechen würde. Den Stromverbrauch für den zumindest lokal komplett schadstofffrei fahrenden Mokka mit 50-Kilowattstunden-Batterie, bis zu 324 Kilometern Reichweite und je nach Anschluss 30 Minuten für 80 Prozent bis fünfeinviertel Stunden Ladedauer gibt Opel mit maximal 17,8 Kilowattstunden an.     

Drei klassische Verbrenner und eine Elektrovariante stehen zur Wahl. Blick ins moderne Cockpit.

Im Ansprechen agiler und direkter

Das Fahren: Noch steht die Fahrvorstellung zwar aus, aber der leer 1270 bis 1598 Kilo schwere Fünfsitzer hat um bis zu 120 Kilo abgespeckt, darüber hinaus ist die Steifigkeit seiner Karosserie höher, was beides positive Auswirkungen nicht nur auf den Verbrauch, sondern etwa in puncto agileres und direkteres Ansprechverhalten insbesondere auch auf das Fahrverhalten haben sollte. Bei der Servolenkung handelt es sich um eine von der Geschwindigkeit abhängige. Die Bremsen bestehen aus Scheiben. Die Verbrauchswerte bei den Verbrennern deuten auf größere Effizienz gegenüber dem Vorgänger hin. Der Elektro-Mokka ist über gleich drei Fahrprogramme – Normal, Eco und Sport – individuell einstellbar, gewinnt zudem über das Bremssystem in Schubphasen und beim Verzögern Energie zurück.  

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Fünfsitzers. Die Weltpremiere hat in Rüsselsheim stattgefunden.

Für Sportlichere die GS-Line mit Zweifarblack

Die Ausstattung: Die Lines über dem Basismodell heißen Edition, Elegance, GS-Line und Ultimate. Auch Business-Ausführungen gibt es. Standard in der Grundausführung sind etwa LED-Scheinwerfer, Unterfahrschutz-Optik, Klimaanlage, Digitalradioempfang, Siebenzoll-Fahrerinfodisplay, -Touchscreen, unten abgeflachtes Lenkrad, Multikollisionsbremse, Frontkollisionswarner, automatische Gefahrenbremsung, Spurhalteassistenz, Müdigkeits-, Fußgänger, Verkehrsschilderkennung, Tempomat samt Begrenzer sowie 16-Zoll-Stahlräder mit 215er-Reifen. Smartphone-Einbindung gehört wie Multimedia ab Elegance zur Serie, Navigation ab Ultimate. Der günstigste Elektro-Mokka fährt ab Werk mit Klimaautomatik, integrierter Ladeeinheit, Ladeset, schlüssellosem Starten und 16-Zoll-Leichtmetallrädern vor. LED-Matrix-Licht ist genauso lieferbar wie Ledersitze mit Massagefunktion. Weitere mögliche Elektronikhilfen reichen vom Totwinkelwarner über 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera, aktive Spurhalte- und Park- bis hin in Verbindung mit der Achtstufen-Box zur Geschwindigkeitsautomatik mit Stopp-&-Go. Die sportliche GS-Line fährt mit roter Dachlinie, schwarzen Zierelementen, Leichtmetallrädern, Zweifarblack mit kontrastierendem Dach, schwarzem Dachhimmel und Sitzbezügen mit roten Ziernähten und Dekorstreifen vor.

Das Gepäckabteil fasst 350 bis 1105/1060 Liter. Als GS-Line fährt der neue Mokka sportlicher vor.

Kürzer, aber auch breiter und flacher

Alles in allem: Das Äußere hat was. Es wirkt frisch und modern. Das Heck weist Ähnlichkeiten mit dem größeren Grandland auf. Der neue Mokka, Schwestermodell im Konzern ist der Peugeot 2008, baut kürzer, ist aber gleichzeitig breiter und flacher geworden, mutet daher nicht mehr so hochbeinig-pummelig wie vorher an. Der Radstand ist fast gleich geblieben. Innen geht es optisch wie auch technologisch überaus modern zu. Benziner-, Diesel- und Elektro-Mokka sind lieferbar. Den Rüsselsheimern braucht mit der neuen Auflage also keiner mehr ein X für ein U vorzumachen. Klar, dass sich Markenbotschafter Jürgen Klopp, Ex-Fußball-Bundesliga-Trainer in Mainz und Dortmund, nach einem ersten Unterwegssein mit einem Vorserienfahrzeug per Video schon festgelegt hat: „Das ist Champions League“, findet der Coach des englischen Champions-League-Siegers 2019, egal ob mit oder ohne Tarnung. „Grüße aus Liverpool“.   

Datenblatt

Motor: Zwei Dreizylinder-Turbobenziner, ein Vierzylinder-Turbodiesel, eine Elektrovariante. Hubraum: 1,2, 1,5 Liter. Leistung: 74/100, 96/130, 81/110, 100/136 kW/PS. Maximales Drehmoment: 205, 230, 250, 260 Newtonmeter. Beschleunigung: 10,6, 9,1/9,2, 10,8, 9,0 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 188, 202/200, 190, 150 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Opel Mixverbrauch Sprit 5,7-5,5, 5,6-5,5/6,0-5,9, 4,5-4,3 Liter, Strom 17,8-17,4 Kilowattstunden, 128-124, 126-123/135-133, 117-114 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Batterie Elektrovariante: Lithium-Ionen. Kapazität: 50 Kilowattstunden. Elektrische Reichweite 324-318 Kilometer. Ladedauer: Je nach Anschluss 30 Minuten für 80 Prozent bis fünf Stunden und 15 Minuten. Grundpreis: 19 486 bis 31 363 Euro (Verbrenner), 32 158 bis 40 180 Euro (Elektrovariante).

KoCom/Fotos: Opel

22. September 2020