Freitag, 30. Oktober 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Im Luxusformat

Audis neue S-Power (II): Der gleich doppelt aufgeladene Achtzylinder-Benziner im SQ7 und SQ8 ist 507 PS

Von Günther Koch/Life-Magazin

Auch von Audis später gestartetem SUV-Coupé Q8 gibt es eine Sportvariante, den SQ8. Fotos: Koch

Neuburg/Donau – Q7 und Q8 sind zwei Luxus-SUV, mit denen Audi im Umfeld etwa von BMW X7/X6 und Mercedes GLS/GLE unterwegs ist. Zusammen mit dem S3 haben die Ingolstädter gerade in Neuburg an der Donau die beiden ebenfalls sportlicheren Ausführungen SQ7 und SQ8 vorgestellt, und zwar mit Blick auch auf wichtige Märkte wie die USA in den ab 93 287 und 101 085 Euro teuren Versionen als Biturbobenziner. Deren Einführung sieht die Volkswagen-Premiumtochtermarke noch für Herbst vor.

In der Fünf-Meter-Klasse

Das Auto: Der Q7 ist 2005 Audis erstes SUV-Modell gewesen. Er läuft wie seit 2018 der coupéhaftere Q8 in der Slowakei vom Band. Beide sind auch in der S-Variante knapp über fünf Meter lang. Ihr Radstand beträgt fast drei Meter. Je nach Konfiguration als Fünf- oder Siebensitzer fasst der SQ7-Kofferraum erweiterbare 803 oder 707 Liter, in den des SQ8 passen dagegen nur 605 Liter hinein. Spezifische Design- und Funktionsdetails machen SQ7 und SQ8 schon von außen erkennbar. Innen, wo die 8,6 und 10,1 Zoll großen Displays die Mitte der Instrumententafel dominieren, setzt sich der sportlichere Gesamtcharakter fort. Das virtuelle Cockpit mit S-spezifischen Anzeigen ist Serie. Infotainment und Bedienung warten mit größerer Rechenleistung auf. Die Vernetzung befindet sich auf aktuellem Niveau. Der normale Q7 beginnt preislich bei 65 798, der Q8 bei 73 011 Euro. Beide sind auch noch als 231- und 286-PS-Turbodiesel sowie als 340-PS-Turbobenziner zu haben, der Q7 zudem als Plug-in-Hybrid mit 381 und 456 PS.

Blick auf die Frontpartie des SQ8. Unter der Haube ist ein 4,0-Liter-Aggregat am Werk.

Mit durchzugsstarken 770 Newtonmetern 

Der Antrieb: Die Motorisierungen des SQ7 und des SQ8 sind weitgehend identisch. Der 4,0-Liter-Achtzylinder-Biturbobenziner mit 507 PS stellt ab 2000 bis 4000 Touren überaus durchzugsstarke 770 Newtonmeter zur Verfügung. Damit schaffen die leer bis zu 2345 Kilo schweren SQ7 und SQ8, die Lasten bis 3,5 Tonnen ziehen können, sportwagenmäßig in 4,1 Sekunden Tempo 100 und 250 Stundenkilometer Spitze. Die schnell schaltende Achtgang-Automatik überträgt die Kraft auf alle vier Räder. In Verbindung mit der Stopp/Start-Spritspartechnik gibt Audi den Mixverbrauch schon im Datenblatt mit bis zu 12,1 Litern an. Die Bordcomputer haben bei uns jedenfalls am Ende nach normalen Orts-, Landstraßen- und Autobahnfahrprofilen beim SQ7 13,5 beim SQ8 14,8 Liter angezeigt.      

Das Cockpit ist sportlich-funktionell gestaltete. Das SQ8-Gepäckabteil fasst erweiterbare 605 Liter.

Sieben Fahrprogramme sorgen für größere Spreizung

Das Fahren: Der SQ8 wirkt insgesamt sportlicher als der SQ7. Jeweils gleich sieben Fahrprogramme stehen zur Wahl, sorgen von Komfort über Auto, Dynamik, Effizienz, All- und Offroad bis Individual für größere Spreizung. Die Biturbo schieben beim Tritt aufs Gaspedal mit sportlich-sonorem Klang vehement voran. Fährt man eher moderat, schalten sich vier Zylinder effizient vorübergehend ab. Die Antriebsmomente verteilen sich zwischen vorn und hinten. Lässt die Traktion an einer Achse nach, gehen mehr an die andere. Mit Sportdifferenzial ist es möglich, bei spritziger Kurvenfahrt die Momente gezielt zwischen den Hinterrädern zu verschieben, um sich so stabiler und agiler fortzubewegen. Lenkt man ein oder beschleunigt, drücken sich die großen Audi stärker in die Kurve, das Untersteuern wird geringer. Serie sind Sport-Luftfederung mit geregelten Dämpfern und Allradlenkung für mehr Wendigkeit. Das optionale Fahrwerkspaket ist mit aktiver Wankstabilisierung bestückt. Dass die Regelsysteme im Fahrwerk fast alle miteinander vernetzt sind, erhöht die Präzision beim Handling. Die Lenkung gibt generell direkte Rückmeldung von der Straße. Die auf höhere Leistung ausgelegten Scheibenbremsen packen standfest zu.

Auch der SQ7 ist neu aufgelegt. Der Motor ist identisch mit dem des SUV-Coupés SQ8.

Serienmäßig auf 20- und 21-Zöllern

Die Ausstattung: Wie der Antrieb sind auch die Ausstattungen größtenteils ähnlich. So gehören beim Exterieur des SQ7 etwa spezielles Kühlerschutzgitter, spezielle Stoßfänger, spezieller Frontspoiler, Außenspiegelgehäuse in Aluminiumoptik, Glanzpaket, verchromte Abgasendrohre, Diffusor, spezieller Dachkantenspoiler und 20-Zoll-Leichtmetallräder mit 285er-Reifen zum Grundumfang, beim SQ8 21-Zöller. Beim Interieur sind es Sportsitze, Sportlederlenkrad, Edelstahlpedale, spezielle Dekoreinlagen und Ambientebeleuchtung. Neue Vernetzungs- und Assistenzfunktionen runden das Technikpaket ab. Es gibt eine natürliche Sprachsteuerung. Die Navigation, die Standard im SQ7 und SQ8 ist, bietet Google-Earth-Satellitenbilder an, berücksichtigt spurgenaue Informationen über den Verkehrsfluss und Voraussagen über die Entwicklung der Verkehrslage. Onlineservices helfen, freie Parkplätze am Straßenrand zu finden oder per Ampelkommunikation auf der grünen Welle zu reiten. Mediastreaming bringt Musikportale ins Auto. Bis zu sechs Nutzer können ihre eigenen Einstellungen in separaten Profilen speichern. Wer will, kann den Schlüssel ordern, der zum Ent- und Verriegeln des Autos sowie zum Start des Motors per Smartphone berechtigt. Bei den Assistenzen ist vielleicht die interessant, mit der man von außen bequem beim automatischen Einparken zuschauen kann. Ein Tastendruck genügt!

Auch im Innenraum gibt es kaum Unterschiede. Und so sieht der SQ7 von der Seite aus.

Luxus kostet eben

Alles in allem: Mit den neuen Turbobenzinern – bisher sind SQ7 und SQ8 nur als 435-PS-Diesel bei uns erhältlich gewesen, die vielleicht sogar aus dem Programm fallen – reagieren die Ingolstädter nach eigenen Angaben auf den „weltweiten Trend zu sportlichen Ottomotoren im Segment der Hochleistungs-SUV“. Die haben es aktuell, zumindest bei uns, indes nicht ganz leicht, insbesondere was Größe, Leistung, Verbrauch und Schadausstoß betrifft. Vom hohen Preis ganz zu schweigen, der in Ländern wie China, Russland oder USA freilich eher weniger Thema zu sein scheint. Luxus kostet eben.   

Datenblatt SQ7

Motor: Achtzylinder-Biturbobenziner. Hubraum: 4,0 Liter. Leistung: 373/507 kW/PS. Maximales Drehmoment: 770/2000-4000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Audi Mixverbrauch 12,0/12,1 Liter pro 100 Kilometer, 276/278 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 93 287/95 700 Euro.

Datenblatt SQ8

Motor: Achtzylinder-Biturbobenziner. Hubraum: 4,0 Liter. Leistung: 373/507 kW/PS. Maximales Drehmoment: 770/2000-4000 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 4,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 250 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Audi Mixverbrauch 12,0/12,1 Liter pro 100 Kilometer, 275/276 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 101 085/103 700 Euro.

KoCom/Fotos: Günther Koch

15. September 2020