Freitag, 30. Oktober 2020

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Blinklicht

"Trotzdem braucht es keinen Pilotenschein, um diesen Golf zu fahren."

Hendrik Muth aus dem Produktmarketing der achten VW-Golf-Generation bei der Vorstellung der beiden Plug-in-Hybridvarianten GTE und eHybrid sowie des Mildhybrid eTSI am Stammsitz der Marke und des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg über das noch digitalere und in verschiedenen Medien als nicht immer intuitiv kritisierte Bedienkonzept unter Hinweis darauf, dass sich dieser digitale Trend auch fortsetzen werde. (gk)

Klares Bekenntnis

Hyundai setzt mit neuem i10 weiter auf Kleinstwagen und reicht mit N-Line das Spitzenmodell nach

Von Günther Koch/Life-Magazin

Den i10, Hyundais Einstiegsmodell bei uns, gibt es als Normal- und als sportlichere N-Line-Version rechts. Fotos: Koch

Taunusstein – Dass das Coronajahr 2020 für Hyundai in Deutschland eigentlich noch planmäßig begonnen hat, hat auch damit zu tun, dass die Neuauflage des im Umfeld etwa von Fiat Panda, Renault Twingo, Toyota Aygo oder VW Up positionierten Kleinstwagens i10 wie vorgesehen Anfang Februar auf den Markt und damit zu den Händlern gekommen ist. Jetzt reichen die Koreaner die sportlichere, nicht mit den N-Modellen zu verwechselnde N-Line-Ausstattungsvariante nach, haben sie zusammen mit dem normalen i10 gerade auf dem Gelände des Autokinos in Taunusstein vorgestellt. 

Aktuell dritte Generation

Das Auto: Der in der Türkei gefertigte i10 hat 2008 den Atos abgelöst. Im Konzern ist der Picanto das baugleiche Schwestermodell bei Kia. Hinter dem Kona, dem i30, dem i20 und dem Tucson hat der i10 im ersten Halbjahr 2020 bei uns mit 5190 Einheiten oder 14 Prozent zu Hyundais Verkäufen beigetragen, rechnet Deutschland-Chef Jürgen Keller vor. Aktuell ist die dritte Generation am Start, solide verarbeitet, qualitativ für ihr Segment standesgemäß anmutend, 3,67 Meter lang, 1,68 Meter breit, 1,48 Meter hoch, Radstand 2,42 Meter, Kofferraum 252 bis 1050 Liter. In ihr findet man sich schnell zurecht, hat im übersichtlichen Cockpit die Bedienung rasch im Griff. Dreh- und Drücksteller finden sich dort, wo man sie vermutet. Das Kombiinstrument mit den klassischen Rundinstrumenten ist gut ablesbar. Das Raumgefühl in dem fünftürigen Vier- oder Fünfsitzer ist passabel. Vorn reicht der Platz. Im Fond geht es natürlich etwas beengter zu.

Blick auf die Frontpartie des i10 N-Line mit dem Markenlogo über dem Kühlergrill.

Schon gute Basissicherheit

Die Ausstattung: Gkeich fünf Lines stehen nunmehr zur Wahl. Im Basispaket Pure sind etwa bereits autonome Notbremsassistenz, Frontkollisionswarner, Fußgängererkennung, aktive Spurhaltehilfe und 14-Zoll-Stahlräder mit 175er-Reifen enthalten. Beim Select kommen unter anderem Klimaanlage, Digitalradio, Zentralverriegelung und Freisprecheinrichtung hinzu. Der Trend ist mit Achtzoll-Touchscreen, Smartphone-Einbindung, beheizbarem Lederlenkrad, Sitzheizung, Einparkhilfe hinten und mit 15-Zoll-Leichtmetallrädern mit 185er-Reifen bestückt. Der Prime verlässt serienmäßig schon mit LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten, Klimaautomatik und kabellosem Smartphone-Laden das Werk. Beim Spitzenmodell N-Line mit umfangreicherer Vernetzung gehören Exterieur-, Interieurpaket, Sportpedale, Projektionsscheinwerfer, höhenverstellbarer Kofferraumboden und 16-Zöller mit 195er-Reifen bereits zum Grundumfang. In den Kaskaden-Kühlergrill ist das Tagfahrlicht integriert. Rote Designelemente setzen Akzente. Das Dach ist optional rot oder schwarz lackierbar. Am Heck fallen Diffusor-Optik und der in Chrom gehaltene Doppelrohrauspuff auf.  

Unter der Haube ist hier ein 100-PS-Turbobenziner am Werk. Blick ins sportlichere Cockpit.

Mit drei oder mit vier Zylindern

Der Antrieb: Drei Benziner mit drei und vier Zylindern sind verfügbar, darunter für den N-Line ein Turbo. Die nach der noch strengeren Abgasnorm Euro-6d freigegebenen 1,0 und 1,2 Liter großen Aggregate leisten 67, 84 und 100 PS. Sie stellen darüber hinaus Drehmomente von 96 über 118 bis 172 Newtonmeter zur Verfügung, wobei die beiden Sauger gegenüber dem Turbo doch erst ziemlich spät auf Touren kommen. Die i10 beschleunigen in 10,5 bis 17,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, schaffen 147 bis immerhin noch 185 Stundenkilometer Spitze. Fünfgang-Schaltgetriebe, dabei ein automatisiertes, übertragen die Kraft auf die vorderen Räder. In Verbindung damit gibt Hyundai zumindest im Datenblatt den nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren ermittelten Mixverbrauch mit 4,5 bis 4,9 Litern an.    

Heck-/Seitenansicht des fünftürigen Vier-/Fünfsitzers. Das Gepäckabteil fasst 252 bis 1050 Liter.

Mit 100-PS-Version spritziger unterwegs

Das Fahren: Wir sind im 67- und im 100-PS-Benziner unterwegs gewesen, deren Bordcomputer bei uns nach normalen Orts- und flotteren Landstraßenfahrprofilen am Ende 6,1 (statt maximal 4,8) und 6,5 (statt maximal 4,8) Litern angezeigt haben. Die leer 996 bis 1120 Kilo schweren, innen nicht ganz so leisen Frontantriebler federn insgesamt ziemlich harmonisch. Im Stadtverkehr passt die angenehm leichtgängige Servolenkung des dort wendig und agilen i10 gut zum Parken und Rangieren, während sie über Land und bei höheren Geschwindigkeiten ruhig mehr Rückmeldung geben und ein besseres Lenkgefühl vermitteln könnte. Die Bremsen sorgen dagegen für standfeste Verzögerung. Das manuelle Getriebe hat – nicht schlecht für den Verbrauch – recht lange Schaltwege. Die einzelnen Gänge lassen sich jedoch ohne größere Probleme wechseln. Lediglich beim Rückwärtsgang kann es sein, dass mitunter ein zweiter Versuch nötig wird. Unterm Strich geht der schon optisch deutlich sportlichere und stärkere N-Line-i10 viel spritziger zu Werke.

Blick auf die Modellkennung hinten. Und so sieht der Kleinstwagen der Koreaner von der Seite aus.

Es folgen i30-Facelift und neuer i20

Alles in allem: Der i10 hat sich zweifellos gemausert. Mit der einfachen Bedienung, den sicheren Fahreigenschaften, der umfangreicheren Sicherheitsausstattung und dazu den fünf Jahren Garantie haben die Koreaner auch preislich ein ordentliches Gesamtpaket geschnürt. Wie der Deutschland-Chef legt jedenfalls auch Marketingdirektorin Christina Herzog bei der Veranstaltung in Taunusstein ein „klares Bekenntnis zum A-Segment“ ab, das andere Hersteller immer mehr für sich auf den Prüfstand zu stellen scheinen, weil aus ihrer Sicht in kleinen Autos eben zunehmend der Platz fehlt, um in preissensiblen Segmenten baulich und technisch überhaupt noch immer strenger werdende Sicherheits- und Umweltauflagen erfüllen zu können. Was die N-Line-Varianten betrifft, plant Hyundai laut Herzog nach dem i30, i30 Kombi, i30 Fastback, Tucson und dem neuen i10 N-Line bis Ende 2020 noch zwei weitere N-Line-Modelle. Für Oktober kündigt Deutschland-Chef Keller als nächstes zudem den Marktstart des überarbeiteten i30 und des neuen i20 an. 

Datenblatt

Motor: Drei Drei- und Vierzylinder-Benziner, darunter ein Turbo. Hubraum: 1,0, 1,2 Liter. Leistung: 49/67, 62/84, 74/100 kW/PS. Maximales Drehmoment: 96/3750, 118/4200, 172/1500 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 10,5 bis 17,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 147 bis 185 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Hyundai Mixverbrauch 4,5 bis 4,9 Liter pro 100 Kilometer, 104 bis 113 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer. Grundpreis: 10 712 bis 17 828 Euro (Normalversion), 18 316 Euro (N-Line-Version).

KoCom/Fotos: Günther Koch

6. August 2020