Donnerstag, 17. Juni 2021

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  • GALERIA AUTO Fiat Tipo mit neuer Variante Cross / Auch Sportversion soll noch folgen. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Mercedes-Elektro-Flaggschiff EQS zunächst als 333- und 523-PS-Variante. Foto: Mercedes
  • GALERIA AUTO BMW tritt mit neuer Power beim M3 und M4 an. Foto: Wolfgang Groeger-Meier
  • GALERIA AUTO Jaguar setzt bei modellgepflegtem F-Pace-SUV stärker auf Elektrifizierung. Foto: Günther Koch
  • GALERIA AUTO Land Rover bietet aufgefrischten Discovery motormäßig auch mit 48-Volt-Technik an. Foto: Koch
  • GALERIA AUTO Audi führt bei e-tron 476 und 598 PS starke Gran-Turismo-Vollstromer-Coupés ein. Foto: Günther Koch

Blinklicht

"Klare Antwort: Ja, denn zum einen betrug der Dieselanteil beim CX-5 in den letzten beiden Jahren rund 30 Prozent und zum anderen passt ein sauberer und effizienter Diesel gerade für die Langstrecken-Fahrten besser als ein Benziner oder sogar besser als ein Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor."

Mazda-Deutschland-Sprecher Jochen Münzinger aus Anlass der Fahrvorstellung des jetzt überarbeiteten Mittelklasse-SUV CX-5 auf die Frage, ob Mazda bei Fahrzeugen wie dem CX-5 auch in Zukunft weiter auf den Diesel setzt. (gk)

Der Krisenmeisterer

Opel hat Insignia aufgewertet / Limousine, Kombi / Nun auch GSi als Spitzenmodell / Komplett neue Motoren

Von Günther Koch/Life-Magazin

Der Sports Tourer genannte Kombi ist klar die Volumenvariante beim Opel Insignia. Fotos: Koch

Rüsselsheim – Bestellstart schon Anfang März, bei den Händlern erst sieben Monate später ab Ende September: Corona hat auch Opel bei der Einführung des optisch und vor allem technisch überarbeiteten Insigna offenbar ganz schön zu schaffen gemacht. Aber die im Umfeld deutscher Konkurrenten wie Ford Mondeo oder VW Passat angesiedelte Mittelklasse-Baureihe hat schon schwierige Situationen wie die Finanzkrise 2008 ausgerechnet zum Marktstart der ersten Generation gemeistert. Deutschland-Marketing-Chef Albrecht Schäfer ist sich deshalb bei der Fahrvorstellung jetzt am Stammsitz in Rüsselsheim, wo die Limousine als Grand Sport und der Kombi als Sports Tourer vom Band laufen, sicher, dass das künftig ab 29 965 Euro teure Flaggschiff der Marke auch mit Corona fertig wird.

Breiter auf der Straße

Das Auto: 2008 hat der noch unter General Motors entwickelte Insigina den Vectra und den Signum abgelöst. Die zweite Generation ist 2017 mit der zweiten Karosserievariante, dem Kombi, an den Start gegangen. Sie fährt je nach Version, der GSi ist diesmal neu, auf bis zu 4,91 Metern Länge gut verarbeitet vor, mutet, was die Qualität betrifft, für ihr Segment recht wertig an. 2,82 Meter Radstand sorgen selbst im Fond noch für ordentlich Platz. Der Kofferraum der Limousine fasst 490 bis 1450, der des Kombi 560 bis 1665 Liter. Auffällig nach der Auffrischung ist insbesondere die Neugestaltung der Frontpartie, die den Insignia im Verbund mit den flacheren Leuchten visuell noch etwas breiter auf der Straße stehen lässt. Der Kühlergrill selbst ist mit dem aktiv gesteuerten Activ-Aero-Shutter-Lufteinlass versehen.

Blick auf die Frontpartie des nutzwertigeren Kombis, hier als Turbobenziner mit 200 PS.     

Schon umfangreicheres Basispaket

Die Ausstattung: Sechs Lines gibt es: Insignia, Edition, GS-Line, Elegance, Ultimate und GS Line Plus. Im Basispaket sind etwa bereits LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, Multimedia, Digitalradio, Siebenzoll-Touchscreen, Tempomat, Frontkamera, Frontkollisionswarner, Fußgängererkennung, automatische Gefahrenbremsung, Spur-, Spurhaltehilfe und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er-Reifen enthalten. Beim Kombi kommt unter anderem die Dachreling hinzu. Der GSi, den es ebenfalls als Limousine und Kombi gibt, verlässt das Werk serienmäßig etwa mit neuem LED-Pixellicht, speziellen Stoßfängern vorn mit vertikalen Lufteinlässen, hinten mit verchromten Auspuffendrohren, Zweizonen-Klimaautomatik, Navigation, Achtzoll-Touchscreen, Sportlederlenkrad, Sportpedalen, Alcantara, ergonomischerem Aktivsitz, Parkpilot, Verkehrsschilderkennung, elektrischer Heckklappe für den Sportstourer sowie 20-Zöllern mit 245er-Reifen.   

Im Innenraum geht es sehr übersichtlich zu. Das Gepäckabteil fasst 560 bis 1665 Liter.

Drei- und Vierzylinder mit 122 bis 230 PS

Der Antrieb: Einschließlich des ab 48 471 Euro teuren GSi stehen zunächst zwei Vierzylinder-Turbobenziner sowie zwei Drei- und Vierzylinder-Turbodiesel zur Wahl. Alle, so Engineering-Programmdirektor Thomas Suhany, komplett neu, nicht aus dem Regal der seit 2017 neuen Konzernmutter PSA. Und alle schon nach der strengeren Abgasnorm Euro-6d freigegeben. Die 1,5- und 2,0-Liter-Aggregate leisten bei den Benzinern 200 und 230, bei den bei 32 484 Euro beginnenden Diesel 122 und 174 PS, beschleunigen die leer 1505 bis 1666 Kilo schweren Insignia in 7,4 bis 12,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, machen sie in der Spitze 197 bis 237 Stundenkilometer schnell. Je nach Version übertragen Acht-, Neunstufen-Automaten oder ein Sechsgang-Schaltgetriebe die Kraft auf die vorderen Räder, beim sportlicheren GSi auf alle vier. In Verbindung mit der spritsparenden Stopp/Start-Technik geben die Rüsselsheimer den Verbrauch im Mix nach dem realistischeren WLTP-Messverfahren mit 4,6 bis 8,9 Litern an, zumindest im Datenblatt.

Auch die Limousine, hier als GSi-Spitzenmodell mit 230 PS, fährt überaus formschön vor.

Benziner erstmals mit Zylinderabschaltung

Das Fahren: Wir sind eher moderat im Limousinen-GSi und im 200-PS-Kombi-Benziner unterwegs gewesen, deren Bordcomputer bei uns 10,6 (statt maximal 8,9) und 8,3 (statt maximal 7,8) Liter angezeigt haben. Wobei der Benziner wie auch sein stärkeres Pendant im GSi erstmals bei Opel mit Zylinderabschaltung angeboten wird. Liegt nur wenig Last an, schaltet die variable Nockenwellensteuerung zwei Zylinder aus, was den Verbrauch reduziert. Das GSi-Fahrwerk mit elektronischer Dämpferregelung ist auf Standard, Tour oder Sport einstellbar, sodass sich der Wagen entspannter oder mit entsprechender Nachschärfung bewegen lässt. Der Allrad im Spitzenmodell erhöht mit der Traktion die Stabilität beim Fahren. Die Servolenkung gibt ziemlich direkte Rückmeldung von der Straße. Die Bremsen sind auf höhere Leistung ausgelegt. Im Vergleich dazu kann man es auch mit Blick auf die Fahrwerksauslegung im normalen Kombi etwas kommoder angehen, ohne auf gewisse Sportlichkeit verzichten zu müssen. 

Blick ins Cockpit des Grand Sport und auf den Modellschriftzug am Heck.

Geeignet für die längere Strecke

Alles in allem: Formschön sind nach wie vor beide. Sie hinterlassen nach der Aufwertung einen agil-dynamischeren Gesamteindruck, eignen sich zudem für die längere Strecke, was sie mit hinunter bis nur noch 3,8 Liter Verbrauch und 99 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer im Fall des aus dem Astra bekannten kleinen Diesel, allerdings noch nach dem vorherigen NEFZ-Messzyklus, weiter nicht zuletzt auch auf dem Radar von Flotten- und Dienstwagenfahrern belassen dürfte. Der Kombi bleibt die nutzwertigere Wahl. Seinen Anteil gegenüber der Limousine beziffert Marketing-Mann Schäfer auf 77 zu 23 Prozent. Eine Elektrifizierung steht laut Schäfers Technikkollege Suhany aktuell nicht an.

Datenblatt

(Limousine/Kombi/GSi) Motor: Zwei Vierzylinder-Turbobenziner, zwei Drei- und Vierzylinder-Turbodiesel. Abgasnorm: Euro-6d. Hubraum: 1,5 und 2,0 Liter. Leistung: 90/122 bis 169/230 kW/PS. Maximales Drehmoment: 285/1750-2750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute. Beschleunigung: 7,4 bis 12,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 197 bis 237 Stundenkilometer. Umwelt: Laut Opel WLTP-Mixverbrauch 4,6 bis 8,9 Liter pro 100 Kilometer, 121 bis 205 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Grundpreis: 29 965 bis 45 410 Euro (Limousine), 31 963 bis 46 629 Euro (Kombi) 48 471/49 689 Euro (GSi Limousine/GSi Kombi). 

KoCom/Fotos: Günther Koch

22. Juli 2020